Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessische Biografie

Neue Suche
 
Portrait

Johann Lupfdich
(belegt 1476–1512)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

Weitere Informationen

GND-Nummer

1012284840

Lupfdich, Johann [ID = 21518]

belegt 24.5.1476–16.8.1512
Dr. utr. – Rat
Biografischer Text

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Aus Blaubeuren, wird 1476 Mai 24 in Heidelberg immatrikuliert1 und als Dr. utr. 1503 März 21 von Landgraf Wilhelm II. als Rat von Haus aus bis auf Widerruf angenommen, und soll, so oft er darum ersucht wird, seinen Rat erteilen, ausgenommen gegen Markgraf Friedrich von Brandenburg und Herzog Ulrich von Württemberg2. Er erhält dafür jährlich 50 fl. zu jeder Frankfurter Herbstmesse3. Im hessischen Dienst noch 15084 und 1513 November 115; er wohnt damals in Tübingen6. Er ist auch kursächsischer Rat 15117 und 15158 und vertritt im Abschied des Reichstages zu Trier und Köln 1512 August 16 die Äbte von Kempten, Salmannsweiler, Weingarten, Elchingen, Ochsenhausen, Rodt, Mindernau, Schussenried und Marchthal9.


  1. Gundlach III S. 161 (auf Grund der Heidelberger Matrikel).
  2. Kopiar 130 Nr. 1. Mit der Bemerkung, daß diese Bestallung weder Ratsgeld noch (Hof)Kleidung enthält.
  3. Rechn. I, Kassel Kammerschreiber (12a/6 Bel.). Er quittiert hier über seinen Sold für die Jahre 1503–1508.
  4. Ebd. 12a/9 Bel. Nr. 11. – 1508 Oktober 25 rechnet er über eine Reise von Württemberg nach Franken und Thüringen ab (ebd. Kasten 17 Nr. 8).
  5. Rechn. I, Marburg (79/4 Bl. 102).
  6. Ebd. 79/4 Bl. 102v.
  7. Glagau, Landtagsakten S. 152.
  8. Ebd. S. 439, 442. Er gehört zu den sächsischen Räten, die mit Landgräfin Anna wegen des Vormundschaftsstreites zwischen den sächsischen Herzögen und Landgräfin Anna (über Landgraf Philipp) vor dem Kaiser in Innsbruck verhandeln, wobei es Anna und ihren Räten gelingt, eine Vertagung der sächsischen Ansprüche und Forderungen zu erreichen. Im Schlußbericht an die sächsischen Herzöge schildert Lupfdich wütend die großen Triumphe der Frau Venus [= Landgräfin Anna] an diesem höllischen und verdammten Hofe. Anna war damals 30 Jahre.
  9. Senckenberg, Sammlung der Reichsabschiede II S. 146.

Literatur