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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
1156983711
Selver, David [ID = 23819]
- * 24.2.1856 Chajowa (nahe der Stadt Błaszki in Kongresspolen), † 12.5.1926 Darmstadt, jüdisch
Dr. phil. – Rabbiner - Wirken ↑
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Werdegang:
- bis zum 16. Lebensjahr Privatunterricht, vornehmlich in den Schriften des Alten Testaments und der Rabbinen
- Besuch des Gymnasiums in Nakel (Nakło nad Notecią), jedoch keine Ablegung der Reifeprüfung
- Studium der Philosophie, Philologie und orientalische Sprachen an den Universitäten München und Berlin
- ab 1878 Studium an der "Hochschule für die Wissenschaft des Judentums" (HWJ) zu Berlin
- 1881-1882 Hörer an der Veitel-Heine-Ephraim’schen Lehranstalt zu Berlin
- 1885 Promotion an der Universität Leipzig
- 1889 Rabbinatsexamen an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums
- 1907 erzwungener Eintritt in den Ruhestand aufgrund Kündigung durch die israelitische Religionsgemeinschaft zu Darmstadt
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Funktion:
- Darmstadt (Starkenburg), Landrabbiner (stellvertretend), 1889-1890
- Darmstadt (Starkenburg), Landrabbiner, 1890-1898
- Darmstadt I (liberal), Landrabbiner, 1898-1906
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Mitgliedschaften:
- Städtischer Schulvorstand in Darmstadt
- Hebräischer Literaturverein "Mekize Nirdamim"
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Werke:
- Dissertation: "Der Entwicklungsgang der Leibniz’schen Monadenlehre bis 1695". Leipzig, 1885
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Lebensorte:
- München; Berlin; Darmstadt
- Familie ↑
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Partner:
- Neustein, Amalie
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Verwandte:
- Selver, Paul Friedrich <Sohn>, geboren Darmstadt 10.1.1893, † bei Cetula/Galizien 27.5.1915 (gefallen), Student
- Selver, Elisabeth <Tochter>, geboren Darmstadt 25.4.1895
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HStAM Bestand 901 Nr. 392 (Darmstadt, Sterbenebenregister, 1915, Nr. 796)
- HStAM Bestand 901 Nr. 414 (Darmstadt, Sterbenebenregister, 1926, Nr. 515)
- HStAD Bestand G 21 A Nr. 1831/12 (Lösung des Vertragsverhältnisses zwischen der israelitischen Religionsgemeinschaft zu Darmstadt einerseits und dem Rabbiner Dr. David Selver andererseits, auch Zuständigkeitsstreit)
- HStAM Bestand 901 Nr. 152 (Standesamt Darmstadt Geburtsnebenregister 1893, Band 1, Nr. 32)
- HStAM Bestand 901 Nr. 158 (Standesamt Darmstadt Geburtsnebenregister 1895, Band 1, Nr. 418)
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Literatur:
- Biographisches Handbuch der Rabbiner, Teil 2: Die Rabbiner im Deutschen Reich 1871–1945, München 2009, S. 570 f., Nr. 2575
- Carsten Wilke, Geographischer und quellenkundlicher Index zur Geschichte der Rabbinate im deutschen Sprachgebiet 1780-1918, Duisburg 1999, S. 220 f.
- Jakob Lebermann, Das Darmstädter Landesrabbinat, in: Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft, Jg. 20, 1929, S. 181-251, hier S. 246 und S. 251
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Bildquelle:
Das Foto entstand mit Sicherheit vor 1900. Der Fotograf ist unbekannt., David Selver (1856-1926), CC BY-SA 4.0 (beschnitten)
- Zitierweise ↑
- „Selver, David“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1156983711> (Stand: 31.7.2026)
