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Hessische Biografie

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Portrait

Philipp „der Jüngere“ Landgraf von Hessen-Philippsthal
(1686–1717)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1371757984

Hessen-Philippsthal, Philipp „der Jüngere“ Landgraf von [ID = 15992]

* 31.7.1686 Hersfeld, † 13.5.1717 Sankt Goar, Begräbnisort: Sankt Goar
Biografischer Text

Der zweitgeborene Sohn Philipp kam zunächst zu seinem Onkel, dem ersten Preußen-König Friedrich (1657–1713), in brandenburgische Dienste. Als Kompaniechef wurde er bei einem Feldzug durch eine zersprengte Pulvermine so schwer verwundet, dass er nicht mehr ohne Hilfe gehen konnte. 1712 berief ihn der Kasseler Onkel Landgraf Karl zum Obersten und Inhaber eines Landgrenadier-Bataillons und ernannte ihn zum Oberstkommandanten der Feste Katz bei Rheinfels. Ohne eigenes Vermögen, heiratete Philipp 1714 Gräfin Marie von Limburg-Styrum, die Erbin von Bronckhorst. Das Ehepaar pflegte einen eher bürgerlichen Lebensstil und verwaltete das Vermögen in unparteilicher Gemeinschaftlichkeit; als Witwen- bzw. Witwerrente vereinbarten sie jeweils 1500 Taler und das Wohnrecht. Die beiden 1715/16 geborenen Kinder der Ehe sind früh verstorben. 1717 starb auch Philipp, nachdem er aufgrund einer Operation an einem gefährlichen Gewächs auf dem Rücken über ein Jahr lang bettlägerig gewesen war. Seine Witwe lebte nach seinem Tod noch mehr als vier Jahrzehnte, die längste Zeit bei der Familie ihres Schwagers Wilhelm in den Niederlanden.

Andrea Pühringer

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 234 f.)


Literatur