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Hessische Biografie

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Portrait

Philipp der Ältere von Herda
(belegt 1443–1484)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1394648537

Herda, Philipp der Ältere von [ID = 20669]

belegt 22.2.1443–9.1484
Marschall, Küchenmeister
Biografischer Text

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Und sein Bruder Philipp der Jüngere leihen 1443 Februar 22 Landgraf Ludwig I. 500 fl. Davon löst er mit 300 fl. den Anteil des von Leimbach am landgräflichen Teil des Schlosses Barchfeld ein und überträgt ihn den Brüdern amtsweise, während er ihnen für die restlichen 200 fl. ein Erbburglehen zusagt. Die Wiedereinlösung des Anteiles an Barchfeld ist mit 500 fl. bei vierteljährlicher Kündigung jederzeit möglich1. Philipp der Ältere ist fuldischer Marschall 1453 Mai 252, 1454 November 253 und wieder 1464 Januar 254. Philipp der Ältere ist Marschall Landgraf Ludwigs II. 1461 Mai 185, 1462 August 20 und November 216. Küchenmeister Landgraf Ludwigs II. 1465 Juli/August7. Im landgräflichen Dienst auch 1465 November 24 bezeugt8. 1470 November 25 erhält er das „Burgamt“ zu Vacha9. 1476 April zahlt ihm der Rentmeister zu Borken auf landgräflichen Befehl 20 fl. aus10. Im September 1484 ist er im Dienst Erzbischof Hermanns von Köln nachweisbar11.


  1. Kopiar 4 Nr. 459.
  2. Becker, Die Riedesel II Nr. 785 (er heißt hier einfach Philipp v. H.).
  3. An diesem Tag verpfändet Abt Reinhard von Fulda dem fuldischen Marschall Philipp von Herda dem Älteren und seiner Frau Else von Weilnau für 500 fl. das halbe Amt und Schloß Lengsfeld, das er bis dahin als Amtmann innehatte (Kopiar 432 Nr. 427; Kopiar 435 Bl. 134 ff.). Die Söhne Philipps des Älteren und seiner Frau Else waren Mangold und Rabe.
  4. Kopiar 435 Nr. 564 (Bl. 329v., 331!): Philipp von Herda der Ältere
  5. Küther, Vacha S. 253 Nr. 97. Er heißt Philipp der Ältere und wird Marschall zu Hessen genannt. Mitgenannt werden seine Frau Else von Weilnau und ihre Söhne Rabe und Mangold. Rabe war 1483 April 6 mit einer Katharina, Mangold mit einer Ursula verheiratet (ebd. S. 259 Nr. 113).
  6. Küch, Marburger Rechtsquellen II S. 158. Dabei wird er November 21 unsers alden hern marschalg genannt, das ist aber nicht etwa Landgraf Ludwig I, sondern der ältere der beiden Brüder Ludwig und Heinrich, Landgraf Ludwig II.
  7. Becker, Die Riedesel II Nr. 1629.
  8. Rechn. I, Melsungen (81/22 Bl. 9).
  9. Rechn. I, Vacha (111/16 Bl. 4): daz borgkampt hab ich ingeantwort jungker Lips von Herde dominica ante Andree anno 70, daz stet mir voran nicht me tzu berechen (sagt der Rentmeister Murhard).
  10. Rechn. I, Borken (34/5 Bl. 11v): Philipp d.Ä.
  11. Rechn. I, Treysa (110/20 Bl. 3). – Ebd. Ziegenhain (119/1 Bl. 17).

Literatur