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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 19. Offenbach

Dudenhofen

Stadtteil · 127 m über NN
Gemeinde Rodgau, Landkreis Offenbach 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

7 km südwestlich von Seligenstadt

Ersterwähnung:

1278

Historische Namensformen:

  • Dudenhoven (1278) [Nassauisches Urkundenbuch 1,2, S. 558-559, Nr. 935]
  • Totenhofen (1303)
  • Dudinhaven (1339)
  • Dodinhofin (1383)
  • Dudinhoffen (1407)
  • Dudenhofen (Anfang 15. Jahrhundert)
  • Dodenhoffen (1451)
  • Dudenhoifen (1460)
  • Dudenhoven (1485)
  • Dudenhoffen (1486)
  • Dodenhoffen (1489)
  • Dodenhoeffen (1493)
  • Dodenhofen (1527)

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1278)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3492080, 5541391
UTM: 32 U 492008 5539614
WGS84: 50.008791° N, 8.888467° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

438011010

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 8069, davon 4485 Acker, 90 Wiesen, 3494 Wald
  • 1961 (Hektar): 2224, davon 1110 Wald (= 49.91 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1829: 1131 Einwohner
  • 1961: 3437, davon 2671 evangelisch (= 77.71 %), 727 katholisch (= 21.15 %)
  • 1970: 4628

Diagramme:

Dudenhofen: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Im 16. Jahrhundert zur Röder Mark gehörig mit 2 Schöffen am mörkergericht
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Grafschaft Hanau-Münzenberg, Amt Babenhausen
  • 1806/7-10: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Hanau, Amt Babenhausen (Militärverwaltung)
  • 1810: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Amt Babenhausen
  • 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landratsbezirk Seligenstadt
  • 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Offenbach
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Dieburg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Offenbach
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Starkenburg, Landkreis Offenbach
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Offenbach
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Offenbach

Altkreis:

Offenbach

Gericht:

  • 1436: gehört Dudenhofen zur Cent Niederroden, wo es mit 2 Schöffen vertreten ist,
  • 1576: Centgericht Niederroden und eigenes Zivilgericht
  • 1821: Landgericht Steinheim
  • 1835: Landgericht Seligenstadt
  • 1879: Amtsgericht Seligenstadt

Gemeindeentwicklung:

Am 1.1.1977 zur Gemeinde Rodgau

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1278 müssen die Herren von Eppstein in einem Vergleich die villa Dudenhofen, die mainzisches Lehen ist, an den Erzbischof von Mainz abtreten.

Zehntverhältnisse:

1383 fällt der Zehnte an Hanau, zu Beginn des 15. Jahrhundert wird der Zehnte vom Grafen von Katzenelnbogen vergeben.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1316 plebanus

Patrozinien:

  • Martinus (?)

Patronat:

Grafen von Hanau-Lichtenberg, ab 1736 Landgrafen von Hessen-Darmstadt

Diakonische Einrichtung:

1904 - 1939, 1945 -1969 Gemeindepflege durch Diakonissen des Elisabethenstifts in Darmstadt; Kindergarten 1904 - 1939, 1945 -1969 (Angaben basieren auf Mitteilungen des Zentralarchivs der EKHNZA in Darmstadt vom 01.07.2021) ; nach Röschen, Beschreibung der evangelischen Pfarreien des Großherzogtum Hessen, Ausgabe 1928 wird 1904 ein Schwesternhaus mit Kleinkinderschule, Spielplatz und Garten errichtet und durch zwei Schwestern aus Darmstadt betreut; nach Wegweiser für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau. Ausgabe von 1954eine Schwesternstation mit 2, ein Kindergarten mit 4 Arbeitskräften

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Elias Preus 1556(?)-1579

Kirchliche Mittelbehörden:

Archidiakonat St. Peter und Alexander in Aschaffenburg, Landkapitel Rodgau

Juden:

1830: 18, 1905: 2 Juden

Kultur

Schulen:

1910 Volksschule mit fünf Klassen, Schulhaus im Bau

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Dudenhofen, Landkreis Offenbach“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/14115> (Stand: 27.3.2026)