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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
116093463
Kehrer, Ferdinand Adolph [ID = 9125]
- * 16.2.1837 Guntersblum (Rheinhessen), † 16.6.1914 Heidelberg, evangelisch
Prof. Dr. med. – Arzt, Gynäkologe, Professor - Wirken ↑
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Werdegang:
- 1854-1859 Medizinstudium in Gießen, München und Wien
- 22.12.1859 Promotion zum Dr. med. in Gießen
- 1860 praktischer Arzt in Gießen
- 30.12.1863 Assistent am Physiologischen Institut und Prosektor am Anatomischen Theater in Gießen
- 10.2.1864 Habilitation an der Universität Gießen, Privatdozent
- 22.2.1868 außerordentlicher Professor der Geburtshilfe in Gießen
- 27.4.1872 ordentlicher Professor der Geburtshilfe in Gießen
- 30.12.1880 zum 1.4.1881-1.10.1902 ordentlicher Professor und Direktor der Entbindungsanstalt in Heidelberg (Nachfolger von Wilhelm Lange)
- 1880-1902 zugleich Kreisoberhebearzt für Mannheim, Heidelberg und Mosbach
- 1888/1889, 1899/1900 Mitglied des Engeren Senats und Dekan der Medizinischen Fakultät in Heidelberg
- 1898/1899 Prorektor der Universität Heidelberg
- 1.10.1902 emeritiert
- 1887 Ritterkreuz 1. Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen
- 1889 Hofrat
- 1894 Geheimer Hofrat
- 1899 Kommandeurkreuz 2. Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen
- 1902 Geheimer Rat 2. Klasse
- entwickelte den konservativen Kaiserschnitt
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Akademische Vita:
- Gießen, Universität / Medizinische Fakultät / / außerplanmäßiger Professor / 1868-1872
- Gießen, Universität / Medizinische Fakultät / / ordentlicher Professor / 1872-1881
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Lebensorte:
- Gießen; München; Wien; Heidelberg
- Familie ↑
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Partner:
- Frisch, Emmy, * Darmstadt 18.10.1849, † Heidelberg 24.1.1924, Tochter des Friedrich Frisch, hessischer Hofmaler, und der Elisabeth Friederike Flachsland
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Verwandte:
- Kehrer, Erwin* Karl Adolph <Sohn>, 1874-1960, ordentlicher Professor der Gynäkologie in Bern, Marburg, Dresden, Geheimer Medizinalrat
- Kehrer, Hugo* Ludwig <Sohn>, 1876-1967, Professor für Kunstgeschichte in München
- Kehrer, Ferdinand* Adalbert <Sohn>, 1883-1966, Professor für Psychiatrie und Neurologie in Breslau und Münster
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Dagmar Drüll, Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803-1932, 1986, S. 133 f.
- Karl Noack, Zur Geschichte der Künstlerfamilie Kehrer. Einführung in die Kehrer-Ausstellung im Schlosse zu Erbach vom 21. Juli bis Anfang August 1928, Erbach 1928
- Haupt/Lehnert, Chronik der Universität Gießen von 1607–1907, Gießen 1907, S. [71] f.
- Bernd Ellwanger & Edith Wolber, Berufliche und private Vita Professor Kehrers. In: Meckesheim und sein epochaler Kaiserschnitt von 1881, Schriftenreihe zur Meckesheimer Ortsgeschichte Nr. 3, Meckesheim 2011, S. 30-40.
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Bildquelle:
Wikimedia Commons (beschnitten)
- Zitierweise ↑
- „Kehrer, Ferdinand Adolph“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/116093463> (Stand: 10.2.2025)
