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Portrait

Ludwig von Sassen
(belegt 1444–1480)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1400105218

Sassen, Ludwig von [ID = 22266]

belegt 13.6.1444–1480
Rentschreiber, Kammerschreiber, Schöffe, Bürgermeister
Biografischer Text

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Wird 1444 Juni 13 Rentschreiber zu Blankenstein1, ist es noch 1450 Juni 232; Rentschreiber zu Grünberg 1451 August 43, 1453 Dezember 94; Rentschreiber zu Marburg 1457 Juli 185, was nach der Bedeutung der Ämter einen ständigen Aufstieg bedeutet, der ihn schließlich ins Kammerschreiberamt bringt. Kammerschreiber6 in Marburg 1461 März 207, noch 1467 November 248 und 1471 s. d.9 nicht mehr 1471 Juni 1110. Als Kammerschreiber ist er 1465 Mai 5 und 1466 September 3 maßgeblich an ‚den Landesteilungsverhandlungen zwischen den Landgrafen Ludwig II. und Heinrich III. beteiligt11. Ist seit Anfang 1472 Marburger Schöffe und spielt als solcher und als Marburger Bürgermeister im folgenden Jahrzehnt eine Rolle12. Er benutzt als Siegel den umgearbeiteten Stempel seines Vaters Daniel von Sassen von 1457 -1475 und nach erneuter Umarbeitung bis 148013.


  1. Rechn. I Blankenstein (32/4 Bl. 2).
  2. Ebd. 32/4 Bl. 20v.
  3. Ebd, 32/15 Bl. 3.
  4. Ebd. 32/15 Bl. 19.
  5. Küch, Marburger Rechtsquellen I Nr. 112. Er wird aber bereits 1454 November 4 zusammen mit dem Kammerschreiber Ludwig Im Hofe genannt (Best. 105 II, Stift Fritzlar, Akten), war also damals schon dessen Gehilfe.
  6. Er war jedoch nicht der erste Marburger Kammerschreiber (wie Zimmermann, Zentralverwaltung S. 21 meint), sein Vorgänger war Ludwig Im Hofe (siehe dort).
  7. Rechn. I, Nidda (84/33 Bel.) in dem er sich eigenhändig als Kammerschreiber bezeichnet; damit differiert die Angabe von Diefenbach, Kreis Marburg S. 248 (nach Küch, Marburger Rechtsquellen I S. 496 Anm.), daß er noch 1462 Rentschreiber gewesen sei.
  8. Rechn. I, Gießen (51/4 Bl. 31v., 55).
  9. Gundlach III S. 222 zitiert: Landaus Exzerpte, Beamte III fol. (Kasseler Landesbibliothek).
  10. Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen: von Dörnberg. Hier heißt er alter Kammerschreiber, vor ihm wird Johann Hirtzberg, jetzt Kammerschreiber, genannt; dieser hat demnach das Amt erst kurz zuvor übernommen.
  11. Kopiar 8 Nrr. 1, 3. – Vgl. auch Zimmermann, Zentralverwaltung S. 21.
  12. Vgl. Küch, Marburger Rechtsquellen, Register. Er war dreimal hintereinander Bürgermeister (1472/73, 1473/74, 1475/76).
  13. Beschrieben bei Küch, Marburger Rechtsquellen I S. 515.

Literatur