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Hessische Biografie

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Portrait

Kurt von Prenzlau
(belegt 1430–1437)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1398709956

Prenzlau, Kurt von [ID = 21952]

belegt 1430–13.10.1437
Rat
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Weitere Namen:

  • Brentzlaw, Kurt von
  • Brentzela, Kurt von
  • Brenczel, Kurt von
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Leben

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Wird von Küch (wie Gundlach meint irrtümlich)1 für einen der geistlichen gelehrten Räte Landgraf Ludwigs I. gehalten2. Prenzlau kommt öfter in der Kammerschreiberrechnung von 1430/31 vor, wenn auch ohne Benennung einer Funktion3. Armbrust nennt ihn zu Anfang 1436 „Herrn Kurd von Prenzlau, den Zwerg des Landgrafen“4. Als Conrad von Prenczel ist er auch noch 1437 Oktober 13 im Dienst des Landgrafen nachweisbar5. Da er den Herr-Titel führt, der ihm nur als Ritter, nicht als einfacher adliger Junker zustand, muß er entweder studiert haben oder Geistlicher gewesen sein. Da er rotes und blaues Tuch für seine Hofkleidung erhält und mit auf Beute reitet6, kann er nicht Geistlicher gewesen sein; er ist also mit Sicherheit als gelehrter Rat von zwergenhaftem Wuchs anzusehen; einen solchen hatte bereits Landgraf Ludwigs Vater, Landgraf Hermann7.


  1. Gundlach III S. 195.
  2. Küch, Landgraf Ludwig I. (ZHG 43, 1909) S. 149. Küch meint hier in Anm. 2, er sei vielleicht identisch mit dem 1417 in Leipzig immatrikulierten Arnoldus Curdes de Premslavia.
  3. Küch ebd. S. 208 Nr. 76 (er erhält rotes Tuch für Hosen), S. 214 Nr. 143 (er erhält Schuhe), S. 226 Nr. 268 (er kauft ein Pfd. Vitriol), s. 255 Nr. 528 (Diethard von Eschwege erhält 1 ½ fl. eines Pferdes wegen, als er mit hern Curde von Brentzela butede), S. 259 Nr. 578 (er erhält 5 Ellen blaues Marburger Tuch). In allen Fällen wird er mit Herr bezeichnet. So nennt ihn auch der Kämmerer der Stadt Göttingen und der Grebensteiner Rentmeister, der ihn 1430 November 25 als her Curd von Prenzle aufführt (Rechn. I, Grebenstein 51/12 Bl. 55v.).
  4. Armbrust, Göttingen (ZHG 45, 1911) S. 87 (auf Grund der Göttinger Kämmereibücher). Er meint allerdings fälschlich, daß Prenzlau von Küch unter den Sekretären Landgraf Ludwigs I. aufgeführt worden sei.
  5. Rechn. I, Wolfhagen (115/3 Bl. 41v.): hier wird er das einzige Mal nicht ausdrücklich Herr genannt.
  6. Siehe Anm. 3.
  7. Es handelt sich um den 1378 Mai 18 genannten Zwerg Meister Johann (siehe unter Johann). Auch Graf Johann von Katzenelnbogen hatte [um 1430] einen weisen Narren (Demandt, Katz. Regg. Nr. 3454). Meister Hermann der Tor steht 1483 in der Spangenberger Gesindeliste (siehe dort) und 1496 wird Meister Hans Koch der Narr genannt (siehe dort).
Zitierweise
„Prenzlau, Kurt von“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1398709956> (Stand: 11.5.2026)