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Portrait

Walter Fischer
(belegt 1492–1525)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1392626641

Fischer, Walter [ID = 19944]

belegt 1492–1525
Hofschneider
Biografischer Text

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Ist als Walter der Schneider 1479 mit dem Marburger Kammerschreiber auf der Frankfurter Herbstmesse1, Hofschneider Landgraf Wilhelms III. 14922, der ihm 1494 die Hofschneiderei auf Lebenszeit verschreibt. Er soll heimliche Sachen verschweigen, Seide und anderes Gewand treulich einkaufen und verwahren und nur auf landgräflichen Befehl verwenden und verabfolgen. Er erhält jährlich 2 MI. Korn und die bisher üblichen Geschenke und Trinkgelder von der [Ausgabe der] Hofkleidung, wie sie die Schneidermeister vor ihm auch erhalten haben. Er darf diese Geschenke jedoch nicht heraufsetzen. Was Fürsten und Grafen dafür in die Kammer schenken, soll ihm anteilmäßig wie den anderen Kammerknechten zukommen. Wenn er ein Pferd hält, wird ihm der Landgraf Futter, Nagel und Eisen geben3. Hofschneider noch 1498 März 14, 1499 Dezember 75. Hofschenk Landgraf Wilhelms II. 15016 und auch weiterhin Hofschneider 15017, 1508 November 238, 1512 Oktober 59, Hofschneider Landgraf Philipps 1523, tot 152510.


  1. Rechn. I, Marburg Kammerschreiber (7/4 Bl. 7).
  2. Becker, Die Riedesel I, 1. Beiheft 1920 S. 57.
  3. Kopiar 131 Nr. 42.
  4. Becker, Die Riedesel II Nr. 1578. Fischer wird damals vom Erbmarschall Hermann Riedesel mit Haus und Hofstatt zu Lauterbach belehnt.
  5. Becker, Die Riedesel II Nr. 1592. Er erhält damals vom Erbmarschall ein weiteres Lehen, und zwar in Maar. Er muß also auch der Herrenschneider des Erbmarschalls gewesen sein.
  6. Urkk., Homberg-Schenklengsfeldische Stiftung.
  7. Gundlach II Nr. 20.
  8. Urkk., Quittungen.
  9. Rechn. I, Ziegenhain (122/5 Bel.).
  10. Vgl. dazu Gundlach S. 67 f., der auch nähere Angaben über die vier Söhne Fischers macht, die alle unter Landgraf Philipp in der hessischen Verwaltung tätig waren.

Literatur