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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118618628
Stoltze, Friedrich Philipp [ID = 2018]
- * 21.11.1816 Frankfurt am Main, † 28.3.1891 Frankfurt am Main, Begräbnisort: Frankfurt am Main Hauptfriedhof
Schriftsteller, Verleger - Wirken ↑
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Werdegang:
- Gasthaus des Vaters „Zum Rebstock“ war jahrzehntelang ein Treffpunkt der radikaldemokratischen Opposition in Frankfurt am Main
- besuchte die Katharinenschule und das städtische Gymnasium, erhielt zudem Privatunterricht bei Friedrich Karl Ludwig Textor
- ab 1831 Kaufmannslehre in einer Speditionsfirma
- 1832 mit seinem Vater beim Hambacher Fest
- 1838-1840 Kaufmannsausbildung in Paris und Lyon
- 1841 Rückkehr nach Frankfurt
- 1849 als Freischärler in der Pfalz
- 1852-1879 unregelmäßige Herausgabe der „Krebbelzeitung“
- 1860 zusammen mit Ernst Schalck Gründung der freiheitlich-demokratisch orientierten Wochenzeitung „Frankfurter Latern“, die nach der preußischen Annexion 1866 verboten wurde, Wiederaufnahme 1872
- hinterließ eine Fülle von hochdeutschen und mundartlichen Dichtungen, die gesammelt im Verlag von Heinrich Keller herausgegeben wurden
- Seine bekanntesten Verse: „Es is kää Stadt uff der weite Welt,/ die so merr wie mei Frankfort gefällt./ Un es will merr net in mein Kopp enei:/ Wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!“
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Netzwerk:
- Sonnemann, Leopold <Freund>, (1831-1909) Verleger, Politiker
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Werke:
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Lebensorte:
- Frankfurt am Main
- Familie ↑
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Vater:
Stoltze, Friedrich Christian, GND, * 1783, † Frankfurt am Main 1833, aus Hörle bei Arolsen (Waldeck), Kellner und Koch, später Gastwirt im Gasthaus „Zum Rebstock“ in Frankfurt am Main, Sohn des Johann Christoph Stoltze, Pächter in Welda bei Warburg (Westfalen), und der (Anna) Maria Elisabeth Hillebrand, * 1758, aus Hörle
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Mutter:
Rottmann, Anna Maria, 1789–1868, Tochter des Friedrich Bernhard Ernst Rottmann, GND, 1753–1825, aus Bischofsheim (heute Nekkarbischofsheim) im Kraichgau (Württemberg), Packer (Spediteur), später Gastwirt in Frankfurt am Main, und der Maria Margaretha Rempel, 1756 /57?–1826), aus Sonneberg bei Coburg (Thüringen)
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Partner:
- Messenzehl, Marie, gen. Mary, (1826-1884)
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Verwandte:
- Stoltze, Carl Adolph <Sohn>, 1842–1933, unehelicher Sohn mit Maria Christina Retting (1816 bis 1843), Journalist und Schriftsteller
- Stoltze, Heinrich <Sohn>, (1848-1872) wanderte 1868 nach Amerika aus
- Stoltze, Hermann <Sohn>, (1860-1899) Landschaftsgärtner
- Stoltze, Friedrich <Sohn>, (1861-1880)
- Stoltze, Laura <Tochter>, (1855–1945) Mitarbeiterin ihres Vaters
- Stoltze, Anna Margaret, gen. Annett <Schwester>, 1813–1840
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HStAM Bestand 903 Nr. 10441 (Frankfurt am Main, Sterbenebenregister, 1891, Nr. 944)
- Nachlass Friedrich Stoltze, UBA Ffm Bestand Ms.Ff.F.Stoltze
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Literatur:
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 36, Leipzig 1893, S. 415-419 (Otto Hörth)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 25, Berlin 2013, S. 428 f. (Sabine Hock)
- Petra Breitkreuz, Friedrich Stoltze. Dichter – Denker – Demokrat, Wiesbaden 2016
- Hessische Familienkunde 25 (2000-2001), Sp. 379
- Frankfurter Biographie, Bd. 2, Frankfurt am Main 1996, S. 442-445 (Wolfgang Klötzer, Abb.)
- Beier, Arbeiterbewegung in Hessen, Frankfurt am Main 1984, S. 573 f.
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Bildquelle:
Die großen Frankfurter, S. 184.
- Zitierweise ↑
- „Stoltze, Friedrich Philipp“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118618628> (Stand: 28.3.2026)
