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Hessische Biografie

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Portrait

Gabriel Riesser
(1806–1863)

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Riesser, Gabriel [ID = 7352]

* 2.4.1806 Hamburg, † 22.4.1863 Hamburg, jüdisch
Dr. jur. – Jurist, Verleger, Politiker, Parlamentarier
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1813 Umzug der Familie nach Lübeck
  • 1817-1820 Besuch des Gymnasiums Catharineum in Lübeck
  • 1820-1823 Besuch des Gymasiums Johanneum in Hamburg, dann bis 1824 das dortige Akademische Gymnasium, Abitur
  • 1824-1826 Studium der Rechtswissenschaften und Philosophie an den Universitäten Kiel und Heidelberg
  • 20.12.1826 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Heidelberg (summa cum laude)
  • 1827-1829 philosophisches Studium in München (1827) und nochmals Heidelberg (1828-1829)
  • 1829 Ablehnung der Bewerbung als Privatdozent an der Universität Heidelberg und Ablehnung der Bewerbung um Zulassung zur Anwaltschaft in Hamburg, weil er als Jude kein Bürgerrecht besaß
  • 1830 Ablehnung der Bewerbung um eine Lehrtätigkeit an der Universität Jena
  • 1832 Gründer und Herausgeber der Zeitschrift „Der Jude. Periodische Blätter für Religion und Gewissensfreiheit“ in Hamburg
  • 1833 Anstellung in der Redaktion der „Hamburger Abendzeitung“ und Gründung des jüdischen Comitees in Hamburg
  • 1836 Übersiedlung nach Bockenheim wegen antijüdischer Ausschreitungen in Hamburg
  • 1839 Ablehnung eines Gesuchs um die Verleihung des Bürgerrechts in Bockenheim aus konfessionellen Gründen
  • 1840-1857 einer von zunächst zwei jüdischen Notaren in Hamburg, 1857 wegen Kränklichkeit auf eigenen Antrag entlassen
  • 1848 Mitglied im Vorparlament zu Frankfurt am Main
  • 18.5.1848-26.5.1849 Mitglied der Deutschen Nationalversammlung für den Wahlbezirk Lauenburg (Württemberger Hof, Augsburger Hof)
  • zweiter Vizepräsident der Nationalversammlung
  • 1850 Mitglied des Volkshauses des Deutschen Parlaments für die Freie und Hansestadt Hamburg
  • 1857-1859 Advokat in Hamburg
  • 1860-1863 Obergerichtsrat in Hamburg, damit erster jüdischer Richter in Deutschland
  • 1860 Ernennung zum Obergerichtsrat, damit erster jüdischer Richter in Deutschland

Werke:

Lebensorte:

  • Hamburg; Lübeck; Kiel; Heidelberg; Flensburg; München
Familie

Vater:

Riesser, Lazarus Jacob, 1763-1828, zuvor auch Elieser ben Jacob Lazarus, Lasar Katzenelnbogen, aus Öttingen (Ries), Sekretär beim jüdischen Gericht in Altona, dann Kaufmann in Lübeck und Hamburg

Mutter:

Cohen, Frommaid (Fanny*), Tochter des Raphael Cohen, GND, 1723–1803, Rabbiner von Hamburg und Altona

Partner:

  • , unverheiratet

Verwandte:

Nachweise

Quellen:

Literatur:

Bildquelle:

Wikipedia (via Wikimedia Commons: File:Gabriel Riesser, leicht beschnitten)

Zitierweise
„Riesser, Gabriel“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118745263> (Stand: 22.4.2026)