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Portrait

Karl Ernst August Otto Berndt
(1857–1940)

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GND-Nummer

116144076

Berndt, Karl Ernst August Otto [ID = 922]

* 29.1.1857 Neuruppin, † 9.2.1940 Darmstadt
Prof. Dr. rer. pol. h.c. – Maschinenbauingenieur, Professor
Biografischer Text

Otto Berndt war ein deutscher Maschinenbauingenieur. Nach seinem Studium der Ingenieurswissenschaften an der Gewerbeakademie und der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg folgte 1881 die Ernennung zum Regierungsbaumeister und 1884 die zum Regierungsbauführer. Berndt war mehrere Jahre im Staatsdienst, vor allem in der preußischen Eisenbahnverwaltung, tätig. 1892 wurde er an der Technischen Hochschule Darmstadt, als Nachfolger Philip Waiblers, zum ordentlichen Professor für Maschinenbau ernannt. Sein Schwerpunkt war die mechanische Technologie. Berndt war insgesamt acht Jahre Dekan der Maschinenbauabteilung und für den Maschinenbau in Darmstadt von großer Bedeutung. Sein Anliegen war es, Forschung und Lehre gleichermaßen zu betreiben. Ihm ist es zu verdanken, dass unter anderem ein Lehrstuhl für Wasserkraftmaschinen und Papierfabrikation entstand. Später folgte noch die Gründung der Materialprüfungsanstalt und der Lehrstuhl für Luftschifffahrt und Flugtechnik. Als Mitte der 1920er Jahre das Fehlen einer Turnhalle und eines größeren Versammlungsraums akut wurden, setzte sich Berndt für das Finden und den Umbau eines geeigneten Gebäudes ein. Es bot sich die früher zu militärischen Zwecken genutzte ehemalige Exerzierhalle an. Geld für einen Umbau war allerdings nicht vorhanden, aber Berndt gelang es durch Kontakte zur Industrie, Stiftungen für den Umbau zu begeistern. Bei der Einweihungsfeier am 30. Januar 1926 erhielt die Turn- und Festhalle ihren Namen nach dem tatkräftigen Professor und existiert noch heute unter dem Namen der Otto-Berndt-Halle. Berndt wurde während seiner Amtszeit in Darmstadt 1897 zum Geheimen Baurat und 1926 zum Ehrensenator der Technischen Hochschule ernannt. Er war ein energischer Befürworter des Ausländerstudiums. Im Jahr 1927 wurde Berndt emeritiert.


Literatur