Historisches Ortslexikon
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- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 54. Ludwigseck
Heyerode
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Forsthaus · 397 m über NN
Gemarkung Beenhausen, Gemeinde Ludwigsau, Landkreis Hersfeld-Rotenburg
- Siedlung ↑
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Ortstyp:
Forsthaus
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Lagebezug:
8 km südwestlich von Rotenburg an der Fulda
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Lage und Verkehrslage:
2,5 km östlich von Beenhausen
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Ersterwähnung:
1356
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Historische Namensformen:
- Heiginrode (1356) [Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 216]
- Heygenrade (1391)[HStAD Best. B 13 Nr. 73]
- Heigenrade, von (1403) [HStAM Best. Urk. 13 Nr. 4091; Druck (auszugsweise): Grimm, Weistümer 3, S. 327-330]
- Heygenryde (1420) [HStAD Best. B 13 Nr. 116]
- Heienrod (1538) [HStAM Best. S Nr. 533]
- Heigenroda (1585) [Der ökonomische Staat, S. 89]
- Heygerode (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 14,1]
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Bezeichnung der Siedlung:
- Hof (1585)
- Im Amtlichen Verzeichnis der Gemeinden von Hessen aus dem Jahre 1962 als Siedlungsplatz genannt.
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Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3546714, 5648095
UTM: 32 U 546621 5646275
WGS84: 50.966194° N, 9.663929° O OpenLayers - Statistik ↑
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Ortskennziffer:
63201201001
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Einwohnerstatistik:
- 1538: Hof mit 4 Häusern
- 1585: 2 Hausgesessene (von Riedesel)
- 1747: 5 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
- 1821: 2 Häuser mit 16 Seelen
- 1885: 2 Gebäude mit 15 Bewohnern
- 1895: 13 Einwohner
- Verfassung ↑
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Verwaltungsbezirk:
- 1403: Landgrafschaft Hessen, Amt Rotenburg, Gericht in der Rohrbach (jedoch mit Sonderstatus aufgrund konkurrierender Hersfelder Rechte; vgl. auch Herrschaft)
- 1538: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg, Gericht in der Rohrbach (nicht zum Amt Rotenburg gehörig)
- 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg, Gericht in der Rohrbach
- 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Rotenburg
- 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg
- 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Ober-Geis
- 1814-1817: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg
- 1817-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Neuenstein
- 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg (zu Beenhausen gehörig)
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Altkreis:
Rotenburg
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Gericht:
- Riedeselsches Gericht Ersrode
- 1821: Justizamt Rotenburg
- 1836: Justizamt Rotenburg II
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Herrschaft:
Heyerode gehört mit Beenhausen spätestens seit 1391 zum Gericht in der Rohrbach, das zwischen der Reichsabtei Hersfeld und der Landgrafschaft Hessen lange Zeit strittig ist, so dass die Herrschafts- und Gerichtsverhältnisse nicht einfach darzustellen sind. 1391 lassen die von Beenhausen und die von Lilienberg im Gericht Rorbach und somit auch in Heyerode nach ihren Rechten und Freiheiten fragen.
Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts erwerben und reklamieren die Landgrafen Gerichtsrechte und geben diese zu Lehen aus. Das Gericht in der Rohrbach wird hessisches Lehen der Grafen von Waldeck, die es an die von Beenhausen und die von Lilienberg weiter verlehnten. Anfang des 15. Jahrhundert kommen die von Röhrenfurth 1420 in Teil- und ab 1421 in den Lehensbesitz. Seit 1432 werden die von Riedesel mit dem Gericht in der Rohrbach belehnt. Anders als die Dörfer Rohrbach und Tann gehört Heyerode in der Frühen Neuzeit zum Freiherrlich Riedeselischen Gericht.
- Kirche und Religion ↑
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Pfarrzugehörigkeit:
1585: Filial von Beenhausen, 1747 dorthin eingepfarrt
- Kultur ↑
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Schulen:
1910 einklassige Volksschule
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Denkmaltopographie Landkreis Hersfeld-Rotenburg 2, S. 515
- Schellhase, Kreis Rotenburg, S. 236 (Register), bes. S. 83-85, 110-114
- Ziegler, Reichsabtei Hersfeld, S. 321 (Register), bes. S. 18-21 und 99
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 216
- Zitierweise ↑
- „Heyerode, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3153> (Stand: 10.9.2025)

