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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 54. Ludwigseck

Heyerode

Forsthaus · 397 m über NN
Gemarkung Beenhausen, Gemeinde Ludwigsau, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Forsthaus

Lagebezug:

8 km südwestlich von Rotenburg an der Fulda

Lage und Verkehrslage:

2,5 km östlich von Beenhausen

Ersterwähnung:

1356

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Hof (1585)
  • Im Amtlichen Verzeichnis der Gemeinden von Hessen aus dem Jahre 1962 als Siedlungsplatz genannt.

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3546714, 5648095
UTM: 32 U 546621 5646275
WGS84: 50.966194° N, 9.663929° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63201201001

Einwohnerstatistik:

  • 1538: Hof mit 4 Häusern
  • 1585: 2 Hausgesessene (von Riedesel)
  • 1747: 5 Feuerstätten (Dorfbuch der Landgrafschaft Hessen-Cassel HStAM Bestand S Nr. 105)
  • 1821: 2 Häuser mit 16 Seelen
  • 1885: 2 Gebäude mit 15 Bewohnern
  • 1895: 13 Einwohner
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1403: Landgrafschaft Hessen, Amt Rotenburg, Gericht in der Rohrbach (jedoch mit Sonderstatus aufgrund konkurrierender Hersfelder Rechte; vgl. auch Herrschaft)
  • 1538: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg, Gericht in der Rohrbach (nicht zum Amt Rotenburg gehörig)
  • 1585: Landgrafschaft Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg, Gericht in der Rohrbach
  • 1787: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Niederhessen, Amt Rotenburg
  • 1803-1806: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg
  • 1807-1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Hersfeld, Kanton Ober-Geis
  • 1814-1817: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Rotenburg
  • 1817-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Neuenstein
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg (zu Beenhausen gehörig)

Altkreis:

Rotenburg

Gericht:

  • Riedeselsches Gericht Ersrode
  • 1821: Justizamt Rotenburg
  • 1836: Justizamt Rotenburg II

Herrschaft:

Heyerode gehört mit Beenhausen spätestens seit 1391 zum Gericht in der Rohrbach, das zwischen der Reichsabtei Hersfeld und der Landgrafschaft Hessen lange Zeit strittig ist, so dass die Herrschafts- und Gerichtsverhältnisse nicht einfach darzustellen sind. 1391 lassen die von Beenhausen und die von Lilienberg im Gericht Rorbach und somit auch in Heyerode nach ihren Rechten und Freiheiten fragen.

Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts erwerben und reklamieren die Landgrafen Gerichtsrechte und geben diese zu Lehen aus. Das Gericht in der Rohrbach wird hessisches Lehen der Grafen von Waldeck, die es an die von Beenhausen und die von Lilienberg weiter verlehnten. Anfang des 15. Jahrhundert kommen die von Röhrenfurth 1420 in Teil- und ab 1421 in den Lehensbesitz. Seit 1432 werden die von Riedesel mit dem Gericht in der Rohrbach belehnt. Anders als die Dörfer Rohrbach und Tann gehört Heyerode in der Frühen Neuzeit zum Freiherrlich Riedeselischen Gericht.

Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1585: Filial von Beenhausen, 1747 dorthin eingepfarrt

Kultur

Schulen:

1910 einklassige Volksschule

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Heyerode, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3153> (Stand: 10.9.2025)