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Portrait

Karl Otto Adolf Arndt
(1904–1974)

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GND-Nummer

118650211

Arndt, Karl Otto Adolf [ID = 12294]

* 12.3.1904 Königsberg (Preußen) heute Kaliningrad (Russland), † 13.2.1974 Kassel, Begräbnisort: Berlin-Zehlendorf, evangelisch
Prof. Dr. jur. – Jurist, Verwaltungsbeamter, Architekturkritiker, Parlamentarier
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Studium der Rechtswissenschaft und Nationalökonomie an den Universitäten Marburg und Berlin
  • 1932 Richter am Kriminalgericht in Moabit (Prozess gegen Joseph Goebbels)
  • 1933 Austritt aus dem Staatsdienst und Anwalt in der Kanzlei Fritz Schönebeck in Berlin (vertrat unter anderem Wilhelm Leuschner und Theodor Leipart)
  • 1943 als sogenannter Halbjude Zwangsarbeit in der Organisation Todt
  • Sommer 1944 inhaftiert, Anfang 1945 Flucht zur Familie nach Schlesien, 2.1945 mit der Familie Flucht nach Westfalen
  • 8.1945 Rechtsanwalt und Notar in Marburg
  • 11.1945 Ministerialrat im Hessischen Justizministerium und Oberstaatsanwalt
  • 1946 Mitglied der SPD
  • 1948/49 Mitglied des Wirtschaftsrat der Bizone
  • 1949-1969 Mitglied des Bundestags (zunächst Wahlkreis Hersfeld, 1957 Landesliste Bayern, 1961 Landesliste Berlin, 1965 Landesliste Nordrhein-Westfalen)
  • 1949-1961 Justitiar und Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion
  • 1949-1952 stellvertretender Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Rechtswesen und Verfassungsrecht und 1951/52 stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Überprüfung von Missständen in der Bundesverwaltung (Platow-Ausschuss)
  • 1953-1961 Vorsitzender des Arbeitskreises Rechtswesen der SPD-Fraktion („Kronjurist“ der SPD-Fraktion bei Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht)
  • ca. 1955 Rechtsanwalt in Bonn
  • 1956-1964 Mitglied des Bundesvorstands der SPD
  • 1963-1964 Senator für Wissenschaft und Kunst in Berlin
  • 1964-1969 Vorsitzender des Deutschen Werkbundes
  • Mitglied der Gesellschaft für Evangelische Theologie und der Deutschen Studiengesellschaft für Publizistik
  • Ehrenmitglied der Akademie der Künste in Berlin
  • Förderer der Documenta in Kassel
  • 1969 Professorentitel durch die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen

Funktion:

  • Deutschland, Bundestag, Mitglied (SPD), 1949-1969

Werke:

Lebensorte:

  • Marburg; Berlin
Familie

Vater:

Arndt, Gustav Adolf*, 1849-1926, Dr. jur., Geheimer Oberbergrat, Professor

Mutter:

Zabeler, Luise

Partner:

  • Helbing, Helga, 1901-1989, Heirat 1926

Verwandte:

  • Arndt, Claus <Sohn>, 1927-2014, GND, Dr.jur., Abgeordneter, Senatsdirektor der Freien und Hansestadt Hamburg
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Bildquelle:

Foto, 1959, Quelle: HHStAW Bestand 3008/1 Nr. 11913 (beschnitten)

Zitierweise
„Arndt, Karl Otto Adolf“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118650211> (Stand: 23.6.2026)