Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Historisches Ortslexikon
- Messtischblatt
- 5021 Ziegenhain
- Moderne Karten
- Kartenangebot der Landesvermessung
- Topografische Karten
- KDR 100, TK25 1900 ff.
- Historische Karten
- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 52. Ziegenhain
Hermannsdorf
-
Wüstung · 271 m über NN
Gemarkung Gebersdorf, Gemeinde Frielendorf, Schwalm-Eder-Kreis
- Siedlung ↑
-
Ortstyp:
Wüstung
-
Lagebezug:
7 km nordöstlich von Ziegenhain.
-
Lage und Verkehrslage:
Wüste Ortslage am Hohlenbach dicht nördlich vom modernen Aussiedlerhof Hermeshof; Flurname Hermannsdorf.
-
Ersterwähnung:
1197
-
Letzterwähnung:
1391
-
Siedlungsentwicklung:
Wüstung nach 1391.
-
Historische Namensformen:
- Hermannesdorf, in (1197) [HStAM Bestand Urk. 18 Nr. 638; Druck: Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1 Urkundenbuch Nr. 90, S. 125-128, vgl. List, Spieskappel, S. 38-44]
- Hermansdorph
- Hermerzdorf
-
Bezeichnung der Siedlung:
- Dorf 1384 (List, Spieskappel, S. 168).
-
Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3521700, 5646850
UTM: 32 U 521617 5645031
WGS84: 50.956485° N, 9.307783° O OpenLayers - Statistik ↑
-
Ortskennziffer:
63400403001
-
Einwohnerstatistik:
- Nach 1391: wüst.
- Verfassung ↑
-
Altkreis:
Ziegenhain
-
Gericht:
- 1365 erwirbt Kloster Spieskappel von Landgraf Heinrich das Gericht Hermannsdorf (List, Spieskappel, S. 167).
- Besitz ↑
-
Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- 1197 besitzt Kloster Spieskappel Einkünfte in Hermannsdorf.
- Im 14. Jahrhundert befanden sich Grund und Boden am Ort größtenteils im Besitz der Ganerbengemeinschaft der Krengel.
- 1332 erwirbt Spieskappel Güter im Dorf (vermutlich von den Krengel).
- Weiteren Güterbesitz und Zehntrechte erwirbt das Kloster in den Jahren 1351-1384, wobei es sich teilweise um Lehen der von Westerburg und von Falkenberg handelte.
- Zuletzt dürfte sich der Ort ganz im Besitz des Klosters befunden haben (bis zu dessen Säkularisierung 1527).
- Nachweise ↑
-
Literatur:
- Landau, Beschreibung der wüsten Ortschaften. Ausg. 1858, S. 94
- Scharlau, Siedlung, S. 291
- List, Spieskappel, S. 165-169
- Vgl. auch Hessler, Hessische Landes- und Volkskunde Bd 1, T. 2, S. 253
- Historisches Ortslexikon Ziegenhain, S. 78
- Zitierweise ↑
- „Hermannsdorf, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4614> (Stand: 17.12.2019)

