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KDR 100, TK25 1900 ff.

Recksrode

Wüstung · 323 m über NN
Gemarkung Blankenbach, Gemeinde Sontra, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

20 km südlich von Eschwege

Lage und Verkehrslage:

2 km ostsüdöstlich von Blankenbach in einem Waldwiesental unmittelbar an der hessisch-thüringischen Landesgrenze gelegen

Die Dorfkirche befand sich direkt nördlich des sogenannten "Nonnenborns" im Bereich von Ziegelfunden (hier lokalisiert).

Mittelalterliche Scherben fanden sich noch im Bachlauf dicht unterhalb des Nonnenborns sowie im östlichen Teil der Waldwiese auf einer etwa 200 x 50 m großen Fläche auf Maulwurfshaufen (4926: 3572120 / 5652670).

Ersterwähnung:

1392

Letzterwähnung:

1597

Weitere Namen:

  • Rexerode

Siedlungsentwicklung:

Nach Lambertus Collmann (Genealogia der v. Baumbach (Msc.) 44) wurde "Rexrode" 1375 zerstört und lag noch 1597 wüst.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Dorf und Gemarkung (1392)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3572190, 5652590
UTM: 32 U 572087 5650768
WGS84: 51.003967° N, 10.027427° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63601102003

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

Altkreis:

Rotenburg

Herrschaft:

1392 erhält Konrad von Hattenbach vom Abt von Hersfeld die Erlaubnis zur Übergabe des Burglehens in Hattenbach, zu dem auch Recksrode gehört, an seine Ehefrau Luckard.

1428 bis 1824 ist der halbe Ort hersfeldisches Lehen der von Baumbach (Lehenrev. der v. Baumbach).

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Um 1510 war er strittig zwischen ihnen und Kaspar von Boyneburg (Fragm. Actorum des Hofgerichts 5, 1).
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • Direkt nördlich des sogenannten "Nonnenborns" an der Böschung südlich unterhalb des Waldweges (hier lokalisiert) fand man 1987 zwei große mittelalterliche Dachziegelfragmente des Typs 'Mönch und Nonne'.
  • Bereits Angaben aus den 1930er Jahren verweisen auf eine frühere Kirche der Wüstung, da am vorliegenden Platz noch "einige Mauerreste" vorhanden gewesen seien. 1557 wurde in einer Grenzbeschreibung tatsächlich ein "uf under der Recksroder kirchen uf der wiesen" stehender Grenzstein erwähnt (Hessisches Staatsarchiv Marburg, Best. Politisches Archiv Landgraf Philipps des Großmütigen Nr. 2703, fol. 110).
Kultur

Historische Ereignisse:

1375: zerstört (Collmann)

1597: noch wüst (Collmann)

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Recksrode, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/6734> (Stand: 10.11.2025)