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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
116080817
Dernburg, Friedrich Bernhard [ID = 11007]
- * 3.10.1833 Mainz, † 14.12.1911 Berlin, Begräbnisort: Berlin (Grunewald), evangelisch-lutherisch
Dr. jur. – Jurist, Hofgerichtsadvokat, Abgeordneter, Schriftsteller, Publizist - Wirken ↑
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Werdegang:
- Jugend in Gießen
- 1850 Studium der Rechtswissenschaft in Gießen, Heidelberg (Mitglied des Corps Rhenania) und Paris
- Hofgerichtsadvokat in Mainz, ab 1863 in Darmstadt
- Miteigentümer der „Mainzeitung“
- 23.1.1867-1875 Mitglied der Zweiten Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen, 1866-1872 für den Wahlbezirk Rheinhessen 7 Osthofen, 1872-1875 für den Wahlbezirk Starkenburg 15 Langen/Neu-Isenburg (nationalliberal)
- März 1871-Oktober 1881 Mitglied des Deutschen Reichstages für den Wahlkreis Großherzogtum Hessen 5: Offenbach, Dieburg (nationalliberal, ab 15.2.1881 fraktionslos), dort 1874-1878 Mitglied des Vorstands der nationalliberalen Reichstagsfraktion
- Redakteur des Berliner Tageblatts
- 1875-1890 Chefredakteur der nationalliberalen „National-Zeitung“ in Berlin
- 1883 Teilnehmer der Reise von Kronprinz Ferdinand nach Spanien und Italien
- 1890 Feuilletonredakteur beim „Berliner Tageblatt“
- 1893 auf der Weltausstellung in Chicago
- 1900 mit Hermann Sudermann Wortführer der intellektuellen Opposition gegen die sogenannte Lex Heinze, des umstrittenen Gesetzentwurfs zur Verschärfung der Straftatbestimmungen gegen Zuhälterei, Kuppelei u. ä.
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Funktion:
- Hessen, Großherzogtum, 19. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (NL), 1867-1868
- Hessen, Großherzogtum, 20. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (NL), 1868-1872
- Deutschland, Kaiserreich, Reichstag, Mitglied (NL), 1871-1881
- Hessen, Großherzogtum, 21. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (NL), 1872-1875
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Werke:
- Des deutschen Kronprinzen Reise nach Spanien und Rom (1884)
- Auf deutscher Bahn. Eine Herbstfahrt (1892)
- Berliner Geschichten (1886)
- Ein Berliner auf Helgoland und andere Novellen (1895)
- Morgengrauen (1893)
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Lebensorte:
- Gießen; Heidelberg; Paris; Mainz; Darmstadt
- Familie ↑
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Vater:
Dernburg, Jakob* Heinrich, 1795–1878, Professor der Rechte in Bonn, Geheimer Justizrat
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Mutter:
Reinach, Rosalie (Rosine), * Mainz 30.8.1807, † Darmstadt 1886, Heirat 1828, Taufe Mainz 9.5.1841, Tochter des Bernhard Jakob Reinach, 1777–1838, Kaufmann in Mainz und Gutsbesitzer in Alzey, und der Julie Jeannette Becherbach gen. Salm, 1782-1857
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Partner:
- Stahl, Louise, * Fränkisch-Crumbach 14.3.1842, Heirat Fränkisch-Crumbach 18.5.1864, Tochter des Karl Ludwig Friedrich Stahl, 1804–1848, Pfarrer in Fränkisch-Crumbach, und der Mathilde Huth, aus Frankfurt am Main
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Verwandte:
- Dernburg, Bernhard* Jakob Ludwig <Sohn>, 1865–1937, Staatssekretär, Mitglied des Preußischen Herrenhauses, Mitglied der Nationalversammlung, Vizekanzler
- Dernburg, Mathilde Rose Antoinette Marie <Tochter>, * 1866
- Dernburg, Hermann* Heinrich Friedrich <Sohn>, 1868–1935, Regierungsbaumeister, Architekt, Professor in Berlin, emigrierte nach Zürich
- Biermann, Emma* Judith Eugenie Leontine, geb. Dernburg <Tochter>, * 1870, verheiratet mit Johannes Biermann, 1863–1917, gefallen, Dr. jur., Professor der Rechte an der Universität Gießen
- Wieck, Luise* (Louise) Mathilde Christiane, geb. Dernburg <Tochter>, 1876–1940, verheiratet 9.2.1908 mit Otto Wieck, 1874–1911, Dr. med., Arzt in Berlin
- Nachweise ↑
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Quellen:
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Literatur:
- Hessische Abgeordnete 1820–1933, Darmstadt 2008, Nr. 129
- Haunfelder, Die liberalen Abgeordneten des Deutschen Reichstags 1871–1918. Ein biographisches Handbuch, Münster 2004, S. 109 f.
- Lexikon deutsch-jüdischer Autoren. Archiv Bibliographia Judaica. Red. Leitung: Renate Heuer, Berlin, Bd. V, 1997, S. 360 f.
- Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 106
- Klein, Die Hessen als Reichstagswähler, Bd. 3, Marburg 1995, S. 1359
- Ruppel/Groß, Hessische Abgeordnete 1820–1933, Darmstadt 1980, S. 85
- Ernest Hamburger, Juden im öffentlichen Leben Deutschlands, S. 238
- Degener, Wer ist's, Bd. V, 1911, S. 269
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Bildquelle:
Hessische Abgeordnete 1820–1933, Darmstadt 2008, S. 230. - Original: Landesarchiv Berlin.
- Leben ↑
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Sterbedatum lt. Rack/Vielsmeier: 3.12.1911
- Zitierweise ↑
- „Dernburg, Friedrich Bernhard“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/116080817> (Stand: 14.12.2025)
