Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.
Historisches Ortslexikon
- Messtischblatt
- 5125 Friedewald
- Moderne Karten
- Kartenangebot der Landesvermessung
- Topografische Karten
- KDR 100, TK25 1900 ff.
- Historische Karten
- Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 67. Friedewald
Geiderstat
-
Wüstung · 238 m über NN
Gemarkung Harnrode, Gemeinde Philippsthal (Werra), Landkreis Hersfeld-Rotenburg
- Siedlung ↑
-
Ortstyp:
Wüstung
-
Lagebezug:
18,5 km östlich von Bad Hersfeld
-
Lage und Verkehrslage:
Westlich von Harnrode gegen die Heimboldshauser Werrabrücke zu; Geiderstädter Berg
-
Ersterwähnung:
1190
-
Historische Namensformen:
- Geitinstatt (1190) [HStAM Best. Urk. 77 Nr. 1224]
- Geitinstatt (1191) [HStAM Best. Urk. 77 Nr. 1225]
- Geidenstat, in (1257) [HStAM Best. Urk. 57 Nr. 445]
- Geytinstat (1351) [HStAM Best. Urk. 75 Nr. 386]
- Geyserstad (1432) [HStAM Bestand R Nr. 1335; HStAM Urk. 13, Nr. 5425]
- Getterstet (um 1510) [Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 158]
- Götterse Güter; Göttersdörfer Güter (1553) [Friedewalder Salbuch HStAM S Nr. 318]
- Geuters; Geudersdorf; Geuderstat (1750) [Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 158]
- Geӱderstädter Güther (1768) [ HStAM, 49 d, Hersfeld 112]
- Geiderstädt [Niveaukarte Kurfürstentum Hessen 1840-1861]
-
Bezeichnung der Siedlung:
- wüst (1432)
-
Koordinaten:
Gauß-Krüger: 3567955, 5636365
UTM: 32 U 567854 5634550
WGS84: 50.858656° N, 9.964079° O OpenLayers - Statistik ↑
-
Ortskennziffer:
63201602001
- Verfassung ↑
-
Verwaltungsbezirk:
- 1432: Landgrafschaft Hessen, Gericht Heringen
- 1814-1821: Kurfürstentum Hessen, Niederhessen, Amt Friedewald (als Hof Geuderstadt erwähnt)
-
Altkreis:
Hersfeld
-
Herrschaft:
1432 erwirbt Landgraf Ludwig I. von Hessen von Grete, der Witwe Kurts von Heringen und deren Sohn Heinrich das Gericht Heringen u.a. mit Geyserstad, das zu dieser Zeit wüst ist. Gemäß einem Zettel im Friedewalder Salbuch von 1579 hieß es um 1510 "Getterstet". Die "Göttersen" oder "Göttersdörfer" Güter wurden laut Friedewalder Salbuch 1553 von Heimboldshausen und Harnrode aus bestellt. 1750 hieß die Wüstung schließlich "Geuters", "Geudersdorf" und "Geuderstat". 1818 zu Harnrode gehöriger Hof.
- Besitz ↑
-
Grundherrschaft und Grundbesitzer:
- 1190 und 1191 bestätigen Papst Clemens III. und Coelestin III. Besitzungen des Klosters Rasdorf für Propst Konrad u.a. in Geiderstat.
- 1257 übertragen Propst und Kapitel zu Rasdorf dem Kloster Kreuzberg u.a. 2 Hufen in Geiderstat mit Genehmigung des Abtes von Fulda.
- Nachweise ↑
-
Literatur:
- Historisches Ortslexikon Kurhessen, S. 158 (Geidenstadt)
- Fundberichte aus Hessen 1991, S. 509 (Sippel)
- Zitierweise ↑
- „Geiderstat, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3101> (Stand: 9.6.2026)

