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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 56. Hönebach

Rudolferode

Wüstung · 213 m über NN
Gemarkung Weiterode, Gemeinde Bebra, Landkreis Hersfeld-Rotenburg 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

9 km südöstlich von Rotenburg an der Fulda

Lage und Verkehrslage:

Rund 2 km südöstlich der Ortsmitte von Weiterode am Südrand des Ulfetales

Ersterwähnung:

1333

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • Dorf (1333)
  • villa (zwischen 1343 und 1364)
  • Wüstung (1538)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3558990, 5646230
UTM: 32 U 558892 5644411
WGS84: 50.948306° N, 9.838361° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63200312001

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1338: Abtei Hersfeld, Vogtei (Lehen der Grafen von Ziegenhain)
  • 1538: Landgrafschaft Hessen, Amt Rotenburg, Gerichtsstuhl Ronshausen

Altkreis:

Rotenburg

Herrschaft:

Den Landgrafen von Hessen gelingt es im 14./15. Jahrhundert allmählich, die Abtei Hersfeld aus der Herrschaft zu verdrängen. Hinzu kommen seit 1450 durch die Übernahme der Grafschaft Ziegenhain deren Besitzanteile. Die Vogtei über die Dörfer Weiterode, Ronshausen und Rudolferode hatten die Grafen als hersfeldisches Lehen inne. Diesen Umstand mussten die Landgrafen noch lange akzeptieren.

1333 belehnen die Grafen von Ziegenhain die Familie Keil mit Fruchgefällen in den Dörfern Weiterode und Rudolferode, welche vorher die von Trott hatten. Ludwig von Baumbach bekundet 1338, dass Graf Johann [I.] von Ziegenhain den verpfändeten Vogtweizen zu Lengerfeld und die verpfändete Vogtei zu Ronhausen, Rudolferode und Weiterode für 152 Pfd. Heller von ihm jeder Zeit wiederlösen könne. Landgraf Heinrich von Hessen und sein Sohn Otto verkaufen 1344 die Dörfer Breitenbach, Weiterode und Rudolferode mit Gericht, Dienst und Abgaben für 230 Mark lötiges Silber an Konrad Hilgenreich, Bürger in Hersfeld, seine Ehefrau Lise sowie Ludwig von Rimbach und dessen Ehefrau Kunne. Burkhard von Holzhausen übergibt 1359 Graf Gottfried VII. die Rechte und Nutzen an mehreren Höfen und Gütern, u.a in Rudolferode. Landgraf Wilhelm [III.] belehnt 1489 Hans von Völkershausen mit 22 Vierteln Weizen im Gericht Landeck sowie 34 Vierteln Frucht und Pfenniggült zu Ronhausen, Weiterode und Rudolferode (wüst), wie seine Vorfahren sie von den Grafen von Ziegenhain und er vom Landgrafen Heinrich III. zu Lehen trugen, als Mannlehen.

1607-1823 erfolgt durch die Landgrafen von Hessen die Belehnung der v. Berlepsch zu Hübenthal mit den Gewässern zu Breitenbach und mit der Wüstung Rudolferode; zuvor ging sie an die von Weiters

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Rudolferode, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/3065> (Stand: 30.6.2025)