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Großherzogtum Hessen 1823-1850 – 11. Giessen

Weitere Informationen

Griedel

Stadtteil · 149 m über NN
Gemeinde Butzbach, Wetteraukreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

12 km nordwestlich von Friedberg

Lage und Verkehrslage:

Bahnhof der Eisenbahnlinie Butzbach/West – Grünberg ("Wettertalbahn I") (Inbetriebnahme der Strecke 28.3.1904) bis zur Stilllegung der Strecke am 27.5.1961.

Endbahnhof der Eisenbahnlinie Butzbach/Griedel – Bad Nauheim ("Wettertalbahn II") (Inbetriebnahme der Strecke 1.5.1909) bis zur Stilllegung der Strecke am 31.5.1975. Der Bahnhof Griedel Mitte lag ebenfalls an dieser Strecke.

Ersterwähnung:

768

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (768)

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3479134, 5589488
UTM: 32 U 479068 5587692
WGS84: 50.440871° N, 8.705219° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

440005050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1854 (Morgen): 3249, davon 2413 Acker, 297 Wiesen, 539 Wald
  • 1961 (Hektar): 885, davon 162 Wald (= 18.31 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1961: 1366, davon 1060 evangelisch (= 77.60 %), 263 katholisch (= 19.25 %)
  • 1970: 1501 Einwohner

Diagramme:

Griedel: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 768: Wettereiba; Griedeler Mark (in pago Wetdereiba; Gredeler marca)
  • 1787: Fürstentum Solms-Braunfels (Anteil an der Herrschaft Münzenberg), Amt Gambach
  • 1806: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Gambach (zur Standesherrschaft Solms gehörig)
  • 1820: Großherzogtum Hessen, Souveränitätslande, Provinz Oberhessen, Amt Wölfersheim (zur Standesherrschaft Solms gehörig)
  • 1822: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Hungen
  • 1841: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Hungen
  • 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Friedberg
  • 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1918/19-1934: Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Friedberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Friedberg
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis

Altkreis:

Friedberg

Gericht:

  • 1820: standesherrliches Amt Wölfersheim
  • 1822: Landgericht Hungen
  • 1848: landgericht Butzbach
  • 1879: Amtsgericht Butzbach

Gemeindeentwicklung:

Am 1.8.1972 zur Stadt Butzbach.

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • Im 8. Jahrhundert sind zahlreiche Privatschenkungen an Kloster Lorsch überliefert.
  • 1206 erwarb Cuno von Münzenberg vom Mainzer St. Stephansstift Hufen u.a. zu Griedel.
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1265: Pleban

Patrozinien:

  • Petrus (1495)

Pfarrzugehörigkeit:

1344: eigenständige Pfarrei

Patronat:

1344: Pastor der Mutterkirche in Niederweisel

1356: Johanniterkommende Niederweisel

Bekenntniswechsel:

Erster evangelischer Pfarrer: Peter Dauernheim 1540er Jahre bis nach 1561, vor 1549 evangelisch

Reformierter Bekenntniswechsel: 1580er Jahre, 1624 lutherisch, nach 1648 wieder reformiert

Kirchliche Mittelbehörden:

Erzbistum Mainz, Archidiakonat Mariengreden, Dekanat Friedberg, Sendbezirk Niederweisel

Juden:

Mitte des 15. Jahrhunderts lebte ein Jude mit Familie im Ort; 1454 nur noch die Witwe

1830: 37, 1905: 37 Juden

um 1860 Bau der Synagoge, Friedhof seit dem 19. Jahrhundert

Kultur

Schulen:

um 1570 Schule vorhanden; Schulmeister: Michael Bernhard 1583; 1910 Volksschule mit zwei Klassen, zwei Schulhäuser, eins von 1864

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Griedel, Wetteraukreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/12079> (Stand: 29.4.2024)