Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessische Biografie

Neue Suche
 
Portrait

Hermann I. Landgraf von Hessen
(nach 1305–1369/1370)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

GND-Nummer

135868882

Hessen, Hermann I. Landgraf von [ID = 13379]

* nach 1305, † 1369/1370, katholisch
Biografischer Text

Beim Besuch der Eltern in Avignon 1326 erhielt Landgraf Otto für den jüngsten Sohn Hermann die päpstliche Provision auf eine Domherren-Stelle in Würzburg. Doch wie Bruder Ludwig verzichtete auch Hermann auf die geistliche Laufbahn und übernahm die nach dem Tod des Vaters vom nunmehr regierenden Landgrafen Heinrich zugewiesene Herrschaft Nordeck zwischen Marburg und Gießen. Um die damit verbundenen Einkünfte gab es auch nach der offiziellen Einung vom Oktober 1336 Streit, der 1341 durch Erzbischof Heinrich von Mainz geschlichtet wurde.

Über Hermanns Leben in Nordeck und später wohl im durch den Tod des Bruders freigewordenen Grebenstein, das er 1349 übernahm, ist wenig bekannt. Nach einer unbestätigten Nachricht der „Limburger Chronik“ soll Hermann um 1356 eine Tochter seines Vetters Graf Johann von Nassau-Weilburg geheiratet haben, die nit lange darnach ane libes erben gestorben sei. Als sich 1366 mit dem Tod des Neffen Otto das Freiwerden des Landgrafen-Erbes abzeichnete, verzichtete Hermann in einem Vergleich mit dem gleichnamigen Neffen ausdrücklich auf alle Erbansprüche. Noch Ende 1368 fungiert Hermann „der Ältere“ gemeinsam mit Bruder Heinrich als Schlichter eines Streits zwischen dem Erzstift Mainz und den Grafen von Waldeck. Im Sommer 1370 wird er als verstorben (seylig) bezeichnet.

Eckhart G. Franz

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 33)


Literatur