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Portrait

Simon von Wallenstein
(belegt 1386–1417)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1402383347

Wallenstein, Simon von [ID = 23063]

belegt 12.5.1386–14.7.1417
Bürge
Biografischer Text

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Ist 1386 Mai 12 zusammen mit zahlreichen landgräflichen Amtleuten und Dienern Bürge Landgraf Hermanns in dessen Waffenstillstand mit Markgraf Balthasar von Meißen1. 1391 November 5 tritt Simon mit einer Gruppe Adliger unter Führung des Mainzer Landvogtes Konrad Spiegel, die sich am 29. September d. J. zu einem dreijährigen Bündnis vereinigt hatten, in den Schutz Erzbischof Konrads von Mainz (gegen Landgraf Hermann von Hessen)2. 1405 Oktober 7 bekundet Guntram von Hatzfeld, daß ihm Landgraf Hermann für Simon von Wallenstein 160 fl. in Gold, die Simon an Guntram schuldete, bezahlt hat4. 1414 Juni 15 bekennt Landgraf Ludwig, daß er Simon und seinen Söhnen Albrecht und Kurt 2000 fl. schuldet, die er zum 24. Juni 1415 zurückzahlen und für diese Zeit mit 200 fl. verzinsen will5. 1415 Januar 31 löst der Landgraf mit Hilfe seines Melsunger Schultheißen Heinrich Kirchhain mit 1000 fl., wovon letzterer 600 fl. beisteuert, die Simon verschriebenen 100 fl. jährlicher Gülte von Melsungen ab, da sie den Landgrafen im Gebrauch des Schlosses und in der Regierung des Amtes stark behindert haben, doch bezahlt der Kammerschreiber noch im März 1422 an Simon 100 fl. pension auf 1000 fl. Kapital6. 1417 Juli 14 schließt Simon mit Landgraf Ludwig I. eine Sühne, durch die sie ihre Fehden beenden. Simon muß dem Landgrafen die Hälfte seines Schlosses Neuenstein, auch Neuwallenstein genannt, zu Lehen auftragen und sich mit ihm wegen der anderen Hälfte binnen sechs Jahren einigen, sonst kann ihn der Landgraf darum unter Berücksichtigung des Lehnsherren, des Abtes von Hersfeld, gerichtlich belangen7.


  1. Posse, Cod. dipl. Sax. I B 1 Nr. 177.
  2. StA. Würzburg MIB 12 fol. 87 ff.
  3. Kopiar 4 Nr. 292.
  4. Kopiar 4 Nr. 325.
  5. Küch, Hussiten (ZHG 45, 1911) S. 295.
  6. Kopiar 4 Nr. 75.

Literatur