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Hessische Biografie

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Portrait

Johann Heinrich Schramm
(1676–1753)

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Schramm, Johann Heinrich [ID = 8989]

* 20.3.1676 Girkhausen, † 20.1.1753 Herborn, evangelisch-reformiert
Prof. Dr. theol. h.c. – Professor, Theologe, Generalsuperintendent, Kirchenrat
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Weitere Namen:

  • Schrammius, Johannes Henricus
  • Schramm, Johann Henrich
Wirken

Werdegang:

  • 1690 Studium der Theologie unter Christian Theodor Grau, Johann de Lent, Henrich Horch, Johann Henrich Florin in Herborn
  • Studium der Theologie in den Niederlanden
  • Reise über Amsterdam, Leiden, Utrecht nach Herborn
  • 20.10.1701 Professor der Rhetorik, der Geschichte und der Griechischen Sprache an der Hohen Schule in Herborn, verbunden mit der Aufsicht über das Pädagogium
  • 1707 Doktor der Theologie honoris causa in Frankfurt an der Oder
  • Reise nach Küstrin, Berlin, Halle, Jena
  • 1707 Nassau-Dillenburgischer Kirchenrat und erster Prediger
  • 1.3.1708 Niederlegung des Pädagogearchats
  • 1710 als Professor der Theologie an der Hohen Schule in Herborn eingeführt, Beibehaltung der Kirchenratsstelle
  • 11.2.1721 vierter ordentlicher Professor der Theologie in Marburg
  • Vorlesungen: Exegese des Alten und des Neuen Testaments, Systematische und Praktische Theologie
  • 4.2.1723 wurde ihm die nachgesuchte Entlassung erteilt
  • 1723 Rückkehr nach Herborn als Professor primarius der Theologie (Nachfolger von Johann Sebald Hamel), Inspektor der Dillenburger Predigerklasse, Kirchen und Schulen, Kirchenrat und erster Prediger
  • 1743 maßgebliches theologisches Mitglied des neu eingesetzten Nassau-Diez. Oberkonsistoriums

Funktion:

  • Herborn, Kirchenrat und erster Prediger, 1723
  • Superintendent der reformierten Kirchen und Oranien-Nassauischer Oberkonsistorialrat, 1745
  • Marburg, Universität, Theologische Fakultät, Dekan, 1722

Studium:

  • 1690 Studium der Theologie an der Hohen Schule Herborn
  • Studium der Theologie an der Universität Faneker

Netzwerk:

  • Florinus, Johann Heinrich <Lehrer>, GND, 1650–1700, Theologe
  • Grau, Christian Theodor <Lehrer>
  • Horch, Heinrich <Lehrer>, GND, * Eschwege 12.12.1652, † Kirchhain 5.8.1729, separatistischer Mystiker innerhalb des radikalen Pietismus
  • Lent, Johann von <Lehrer>, GND, * Kleve 31.5.1654, † Herborn 5.6.1696, Theologe

Akademische Qualifikation:

  • 1707 D. theol. h.c. an der Universität Frankfurt an der Oder, Dissertation: de Manipulo Hordeaceo ejusque mysterio

Akademische Vita:

  • Herborn, Hohe Schule / Philosophische Fakultät / Rhetorik, Geschichte und Griechischen Sprache / Professor / 1701-1710
  • Herborn, Hohe Schule / Theologische Fakultät // Professor / 1710
  • Marburg, Universität / Theologische Fakultät / Systematische Theologie, Exegese des Alten und des neuen Testaments, Praktische Theologie / vierter ordentlicher Professor / 1721-1723
  • Herborn, Hohe Schule / Theologische Fakultät// Professor / 1723

Akademische Ämter:

  • 1722 Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Marburg
  • 2.12.1723-1724, 1732-1733, 1746-1753 Prorektor der Hohen Schule Herborn

Werke:

  • Oratio funebris in obitum J. A. Crameri Dr. et Prof. (1701)
  • De Nasua, fortissimo Suevorum duce, gentis nominitque Nassavici conditore (1704)
  • Diss, inaug. de manipulo hordeaceo, cujus oblatione messem suam auspicabantur Judaei ejusque mysterio (1706)
  • Sermo academicus de stupenda eruditione Pauli Apostoli (1710)
  • Die Verwelkung eines zierlichen Asts am Nassauischen Fürstenbaum, oder gehaltenen Rede bei der Leiche Fürst Ludwig Heinrichs (1710)
  • Diss. de pace Ecclesiae Novi Testamenti ultimo tempore, Esa. 11, 6 — 9, adumbrata per concordiam mansueta inter et fera animalia stabiliendam (1710)
  • Diss. de bestia Arundineti, ad Ps. 68, 31 (1715)
  • Diss. ds vigilibus veterum (1713)
  • G. Zepperi legum Moiaicarum forentium succinct am explanationem recensuit notisque auxit (1714)
  • G. Zepperi Politiam ecclesiasticam eodem modo edidit (1714)
  • Nucleus historiae universalis ab orbe condito ad Machabaeorum tempora, facili et perspicua methodo per millenaria et saecula digestae (1716)
  • Die königliche Ehre der Überwinder, oder Leichenpredigt über das Absterben des Fürsten Wilhelms zu Nassau-Dillenburg, aus Offenb. Joh. 3, 21 (1724)
  • Ruhm der Güte, Barmherzigkeit und Treue Gottes, am Gedächtnißtage des hundertjährigen Brandes zu Herborn, vorgestellt aus Jeremiä Klagliedern 3, 21, 22 (1726)
  • Die reiche Belohnung der Weisheitsgüter, in einer Leichenrede über den Tod der heiligen Schrift beflissenen Jünglings, aus Sprüchw. Salomonis 24, 13, 14 gezeigt (1726)
  • Betrachtung über Jerem. 2, 19, an einem allgemeinen Fest, Buß- und Bettage (1727)
  • Canones ad analysin textuum sacrorum (1749)

Lebensorte:

  • Herborn; Amsterdam; Leiden; Utrecht
Familie

Vater:

Schramm, Johann Jakob, 1645-1729, Pfarrer in Berleburg

Mutter:

Lehr, Anne Catharina, Tochter des Andres Lehr, Rentmeister und Bürgermeister in Berleburg

Partner:

  • Cruciger, Margarethe Elisabeth, 1682-1710, Heirat 1705, Tochter des Georg Daniel Cruciger, † 1730, Nassau-Oran. Rat
  • Hörath, Constantie Magdalene, Heirat 1713, Tochter des Johann Jakob Hörath, Kurpfälzischer Beamter in Kaub

Verwandte:

  • Schramm, Johann Daniel <Sohn>, 1706-1722, disputiert Marburg 1722
  • Schramm, Wilhelm Theodor <Sohn>, * 1709, 1734 Gesandtschaftsprediger der Generalstaaten in Regensburg
  • Schramm, Franz Ulrich <Sohn>, * 19.8.1724, Nassau-Dillenburg. Regierungssekretär, verheiratet mit Marie Elisabeth Bömer, Tochter des Kammerdirektors Boemer
  • Metting, Johanne Marie Philippine, geb. Schramm <Tochter>, verheiratet 1735 mit Meno Metting, Regierungsrat in Dillenburg
  • Pfau, Dorothea Magdalena von, geb. Schramm <Tochter>, verheiratet 1738 mit Carl Heinrich von Pfau, Herzoglich Anhaltinischer Comitialgesandter
  • Hosemann, Constantie Henriette, geb. Schramm <Tochter>, † 1.12.1796, 77 Jahre alt, verheiratet mit Johann Adolf Hofmann, Professor der Medizin in Herborn
  • Schultens, Susanne Amalie, geb. Schramm <Tochter>, verheiratet mit Johann Jakob Schultens, 1716-1778, Orientalist, Theologe, 1744 Professor der Theologie in Herborn, 1749 in Leyden
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Schramm, Johann Heinrich“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117026158> (Stand: 20.3.2026)