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Hessische Biografie

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Portrait

Johann Heinrich Merck
(1741–1791)

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Merck, Johann Heinrich [ID = 1656]

* 11.4.1741 Darmstadt, † 27.6.1791 Darmstadt
Beamter, Schriftsteller, Naturforscher, Kriegszahlmeister, Kriegsrat
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • 1759 immatrikuliert Erlangen, 1762 Mal- und Zeichenschule Dresden, 1765 als Hofmeister des Freiherrn Heinrich Wilhelm von Bibra in Morges, Schweiz (wo dieser das Collége besuchte), 1766 Weiterreise nach Lyon, Avignon, Marseille, Toulon
  • 1767 Secretär bei der Geheimen Kanzlei in Darmstadt, 1768 Kriegszahlmeister, 1772 Direktor der Frankfurter Gelehrten Anzeigen
  • 1773 Contributionseinnehmer der Ämter Rüsselsheim und Dornberg
  • 1773 Begleiter der Landgräfin Caroline nach St. Petersburg
  • 1774 Fürstliche Hessen-Darmstädt. Kriegsrat, 1782 Wirklicher Kriegsrat
  • 1786 Mitglied der Akademie Lausanne, Mitherausgeber des Teutschen Merkur, Verleger, Schriftsteller auf literarischem, kunsthistorischem und naturwissenschaftlichem Gebiet; bekannt durch seine Beziehung zu Goethe
  • 1787 Gründer einer Baumwollspinnerei und Kattundruckerei, kauft 1789 den bislang gepachteten Gutshof in Arheilgen
  • 27.6.1791 Johann Heinrich Merck scheidet durch Suizid aus dem Leben

Funktion:

  • Hessen-Darmstadt, Kriegszahlmeister, 1768
  • Hessen-Darmstadt, Kriegsrat, 1774
  • Hessen-Darmstadt, Wirklicher Kriegsrat, 1782

Werke:

  • Johann Heinrich Merck's ausgewählte Schriften zur schönen Literatur und Kunst : Ein Denkmal / herausgegeben von Dr. Adolf Stahr. Oldenburg : Schulze, 1840
  • Weisheiten in Versen / Johann Heinrich Merck. Darmstadt : Schrader, 1943
  • Essais / Johann Heinrich Merck. Herausgegeben von Otto C. H. Schrader. Mit einem Nachwort von Wilhelm Michel. Mainz : Kupferberg, 1957
  • Fabeln und Erzählungen / Johann Heinrich Merck. Nach der Handschrift herausgegeben von Hermann Bräuning-Oktavio. Darmstadt : Roether, 1962. (Hessische Beiträge zur deutschen Literatur)
  • Briefwechsel / Johann Heinrich Merck. Herausgegeben von Ulrike Leuschner in Verbindung mit Julia Bohnengel, Yvonne Hoffmann und Amélie Krebs. 5 Bände. Göttingen 2007
  • Gesammelte Schriften. Kritische, kommentierte Ausgabe, herausgegeben von Ulrike Leuschner. 9 Bände, Göttingen 2021
  • Gesammelte Schriften und Briefwechsel. Addenda, Korrigenda, Gesamtregister / Johann Heinrich Merck. Herausgegeben von Ulrike Leuschner in Zusammenarbeit mit Eckhard Faul und Amélie Krebs, Göttingen 2021

Lebensorte:

  • Erlangen; Dresden; Morges (Schweiz); Lyon; Avignon; Marseille; Toulon
Familie

Vater:

Merck, Johann Franz* Anton, 1687–1741, Apotheker in Darmstadt

Mutter:

Keyser, Elisabeth Catharina, * 22.1.1706, † 22.3.1786, 45 Jahre alt, Witwe, Tochter des Johann Heinrich Kesyer, Pfarrer und Metropolitan in Reinheim, und der Eleonore Magdalena Greineisen

Partner:

Verwandte:

  • Merck, Adelheid <Tochter>, 1771-1845, verheiratet Arheilgen 22.1.1789 Johann Anton Merck, 1756-1805, Kammer- und Medizinal-Assessor in Darmstadt, Besitzer der Engel-Apotheke in Darmstadt
  • Merck, Wilhelm Christian Jacob <Sohn>, 1782-1820, Oberforstrat in Darmstadt
  • Merck, Carl Rudolph <Sohn>, Assessor im Kriegsministerium in Darmstadt
  • Merck, Johann Justus <Bruder>, 1727-1758
  • Hoffmann, Wilhelm Christian <Schwager>, Dr. med.
Nachweise

Literatur:

  • Helmut Prang, Johann Heinrich Merck-Bibliographie / [von Helmut Prang]. - Sonderdruck aus der Merckschen Familien-Zeitschrift Band XIX, Heft 1/2. Darmstadt : Wittich, 1953
  • Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 21, Leipzig 1885, S. 400-404 (Franz Muncker)
  • Neue deutsche Biographie, Bd. 17, Berlin 1994, S. 117-120 (Adalbert Elschenbroich)
  • Stadtlexikon Darmstadt, Stuttgart 2006, S. 627 f. (Ulrike Leuschner)
  • Otfried Praetorius, Lebenslauf des Kriegsrates Johann Heinrich Merck, in: Mercksche Familienzeitschrift XVI, 102-108
  • Helmut Prang, Johann Heinrich Merck, ein Darmstädter Weltbürger : Vortrag, gehalten am 14. September 1941 in Darmstadt / von Helmut Prang. - Sonderdruck aus der Merckschen Familien-Zeitschrift. Darmstadt, 1941
  • Helmut Prang, Johann Heinrich Merck. Ein Leben für Andere, Wiesbaden 1949 Johann Heinrich Merck (1741-1791). Ein Leben für Freiheit und Toleranz. Zum 250. Geburtstag und zum 200. Todestag von Johann Heinrich Merck 11. April 1741-27. Juni 1791, hg. von E. Merck, Darmstadt 1991
  • Walter Schübler, Johann Heinrich Merck 1741-1791: Biographie. Weimar 2001
  • Ulrike Leuschner, Johann Heinrich Merck, Hannover 2010
  • Strieder, Grundlage zu einer hessischen Gelehrten- und Schriftsteller-Geschichte, Bd. 8, Kassel 1788, S. 456-461

Bildquelle:

Die Chronik Hessens S. 192

Zitierweise
„Merck, Johann Heinrich“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118581015> (Stand: 11.4.2026)