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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118742906
Pütter, Johann Stephan [ID = 9917]
- * 25.6.1725 Iserlohn, † 12.8.1807 Göttingen, evangelisch-lutherisch
Prof. Dr. jur. – Jurist, Professor, Publizist - Wirken ↑
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Werdegang:
- Hausunterricht und kurzer Schulbesuch in Hohenlimburg (Lenne)
- 1738 mit 13 Jahren Aufnahme des Studiums der Logik und Metaphysik an der Universität Marburg
- 1739 Studium der Staatslehre an der Universität Halle
- 1741 Studium bei Johann Georg Estor in Jena
- 1742 Rückkehr als Schüler Estors nach Marburg
- 1743 Advokat in Marburg
- 4.1744 Lizentiat der Rechte mit einer Arbeit über das Reichsprozessrecht
- 21.4.1744 Habilitation in Marburg für deutsche Reichsgeschichte, römische Altertümer und Institutionen, deutsches Privatrecht und Naturrecht; Tätigkeit in Marburg bis September 1746
- Anschließend bis September 1747 Studienreise mit Johann Philipp Conrad Falcke nach Wetzlar, Regensburg und Wien
- 10.6.1747 Berufung als außerordentlicher Professor der Rechte nach Göttingen, eingeführt am 7.10.1747
- 1.8.1748 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Göttingen
- 4.1749-1797 außerordentlicher Beisitzer des Spruchkollegiums
- 29.12.1753 ordentlicher Professor an der Universität Göttingen
- 9.1755 vierte ordentliche Stelle in der Juristischen Fakultät der Universität Göttingen
- 19.5.1757 Professor des Staatsrechts an der Universität Göttingen
- 5.12.1758 Hofrat
- 1763, 1772-1774, 1784-1785 und 1791 Prorektor der Universität Göttingen
- 1764, 1790 und 1794 Gesandter des Kurfürsten von Hannover bei den Kaiserwahlen in Frankfurt als staatsrechtlicher Experte
- 2.2.1770 Ernennung zum Geheimen Justizrat
- 1773 dritte und 1774 zweite Stelle in der Juristischen Fakultät der Universität Göttingen
- 9.9.1797-1805 Ordinarius des Spruchkollegiums; Primarius der Rechte
- Gilt als eine der bedeutendsten Erscheinungen des Göttinger Universitätslebens während eines halben Jahrhunderts.
- 1764, 1790 und 1794 Gesandter des Kurfürsten von Hannover bei den Kaiserwahlen in Frankfurt als staatsrechtlicher Experte
- Mitglied der Freimaurer-Loge „Zu den drei Löwen“
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Funktion:
- Göttingen, Universität, Prorektor, 1763/64, 1772/73, 1784/85, 1791
- Göttingen, Universität, Exprorektor, 1774
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Studium:
- 1738 Studium der Logik und Metaphysik an der Universität Marburg
- 1739 Studium der Staatslehre in Halle
- 1741 Studium in Jena bei Johann Georg Estor
- 1742 Rückkehr als Schüler Estors nach Marburg
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Netzwerk:
- Estor, Johann Georg <Lehrer>
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Akademische Qualifikation:
- 4.1744 Lic. jur. an der Universität Marburg
- 21.4.1744 Habilitation an der Universität Marburg für deutsche Reichsgeschichte, römische Altertümer und Institutionen, deutsches Privatrecht und Naturrecht
- 1.8.1748 Promotion zum Dr. jur. in Göttingen
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Akademische Vita:
- Marburg, Universität / Juristische Fakultät / Rechtswissenschaft / Privatdozent / 1744-1746
- Göttingen, Universität / Juristische Fakultät / Rechtswissenschaft / außerordentlicher Professor / 1747-1753
- Göttingen, Universität / Juristische Fakultät / deutsches Staatsrecht, Reichsgeschichte, Reichsprozess und juristisches Praktikum, bis 1755 auch deutsches Privatrecht / ordentlicher Professor / 1753-1807
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Akademische Ämter:
- 1763, 1772-1774, 1784-1785 und 1791 Prorektor der Universität Göttingen
- 9.9.1797 bis 1805 Ordinarius des Spruchkollegiums
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Mitgliedschaften:
- Gesellschaft der Wissenschaften Berlin
- Gesellschaft der Altertümer Kassel, Ehrenmitglied
- Königlich Deutsche Gesellschaft, Ehrenmitglied
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Werke:
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Lebensorte:
- Hohenlimburg; Marburg; Halle an der Saale; Jena; Göttingen
- Familie ↑
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Vater:
Pütter, Johann Heinrich, 1676–1732, Kaufmann in Iserlohn, Sohn des Johann Pütter, GND, 1607–1680, Bürgermeister in Iserlohn
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Mutter:
Varnhagen, Elisabeth Barbara, 1683–1747, Tochter des Jodokus Diedrich Varnhagen, GND, 1649–1716, Pfarrer in Iserlohn und Unna, und der Agathe Elisabeth Westhoff
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Partner:
- Stock, Petronella, † 1806, Heirat September 1751, Tochter des fürstlich solmsischen Geheimraths Stock zu Braunfels
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Allgemeine deutsche Biographie, Bd. 26, Leipzig 1888, S. 749-777 (Ferdinand Frensdorff)
- Neue deutsche Biographie, Bd. 21, Berlin 2003, S. 1 f. (Martin Otto)
- Stefan Redies, Freimaurer, Tempelritter und Rosenkreuzer. Zur Geschichte der Geheimbünde in Marburg im 18. Jahrhundert, Marburg 1998, S. 79.
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 622, Nr. 3411
- Ebel, Catalogus professorum Gottingensium 1734–1962, Göttingen 1962, S. 49, 57
- Gundlach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 1, Von 1527 bis 1910, Marburg 1927, Nr. 257
- Zitierweise ↑
- „Pütter, Johann Stephan“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118742906> (Stand: 12.8.2025)
