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Hessische Biografie

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Portrait

Johann Friedrich Jussow
(1701–1779)

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Jussow, Johann Friedrich [ID = 17542]

* 1701, † 1779 Kassel
Architekt, Baumeister, Oberbaumeister
Biografischer Text

Johann Friedrich Jussow wurde 1701 als Sohn des Pfarrers Johann Ernst Jussow (1658-1732) aus Uslar (später: Weende-Göttingen) und der Rosine Margarete Hüpeden (1665-1708) aus Hann. Münden geboren. Über seine Ausbildung und frühe Tätigkeit ist kaum etwas bekannt. Er soll beim Bau der Lutherischen Kirche in Kassel 1734-1738 die Bauaufsicht gehabt haben. Zu Beginn der 1740er Jahre hat er für den Hann. Mündener Oberhauptmann von Hanstein eine Töpferei und ein Alaunbergwerk geleitet. Mit Reskript vom 10. Februar 1746 wurde er als Nachfolger der verstorbenen Hessen-Kasselschen Baumeister Giovanni Ghezzi und Adam Johann Erdinger nach Kassel an das fürstliche Bauamt berufen. Ihm wurden das Land- und Kirchenbauwesen in der Landgrafschaft übertragen. Am 8. August 1747 heiratete er Catharina Elisabeth Stoffregen (1715-1779). 1756 baute Jussow ein Haus am Töpfermarkt zur Synagoge für die jüdische Gemeinde um. Durch Order vom 7. März 1766 erhielt er den Titel Oberbaumeister. Jussow besaß damals das Haus Oberste Gasse Nr. 39 in Kassel. 1773 fertigte er einen Entwurf für einen Neubau der Kirche in Niederzwehren-Kassel an, der aber nicht ausgeführt wurde. Stattdessen wurden mehrere andere Dorfkirchen nach seinen Plänen erbaut, hauptsächlich in den 1770er Jahren, wie die evangelischen Kirchen in Walburg 1773/74 und in Niederbeisheim 1775. Johann Friedrich Jussow ist der Vater von Heinrich Christoph Jussow.

(Text übernommen aus Bestandskatalog der Architekturzeichnungen des 17.–20. Jahrhunderts in der Graphischen Sammlung der Museumslandschaft Hessen Kassel; URL: http://architekturzeichnungen.museum-kassel.de/0/32863)


Literatur