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Portrait

Friedrich Landgraf von Hessen-Darmstadt
(1677–1708)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1273323173

Hessen-Darmstadt, Friedrich Landgraf von [ID = 16121]

* 18.9.1677 Darmstadt, † 2./13.10.1708 Tschaussy/Gouv. Mohilev, evangelisch; katholisch
Biografischer Text

Der jüngste Sohn Landgraf Ludwigs VI. strebte nach dem 1697 in Rom vollzogenen Übertritt zur katholischen Kirche zunächst eine geistliche Laufbahn an. Er erhielt 1700 in der Kapelle des Palazzo Farnese in Rom die Kleriker-Tonsur, bekam 1703 ein Kanonikat in Breslau, 1706 ein weiteres in Köln. Nachdem er sich jedoch bereits 1704 in der Steiermark heimlich durch seinen Kölner Kaplan mit der aus Belgien stammenden Stiftsdame Petronella Stockmans hatte trauen lassen, übernahm er 1707 als Generalleutnant der Kavallerie das Kommando eines russischen Dragonerregiments. Als er schon im Folgejahr an einer in der Schlacht bei Lesnaya in Litauen gegen die Schweden erlittenen Verwundung gestorben war, ließ ihn Zar Peter der Große in einer dazu gestifteten römisch-katholischen Kirche in Smolensk beerdigen. Die Witwe, von der man in Darmstadt erst bei ihrem Tod erfuhr, stand wohl zeitweilig im Dienst der Fürstin Charlotta Amelia Rakoczy geborene Landgräfin von Hessen-Rheinfels. Obwohl die Ehe wegen Friedrichs noch geistlichem Stand kaum gültig sein konnte, nannte sich die in Wien geborene Tochter Friderica (1705–1788) zeitlebens „Prinzessin von Hessen-Darmstadt“.

Eckhart G. Franz

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 302)


Literatur