Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Historisches Ortslexikon

Neue Suche
 
Übersichtskarte Hessen
Messtischblatt
4824 Hessisch Lichtenau
Moderne Karten
Kartenangebot der Landesvermessung
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.
Historische Karten
Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 34. Waldkappel

Weissner

Wüstung · 364 m über NN
Gemarkung Küchen, Gemeinde Hessisch Lichtenau, Werra-Meißner-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Wüstung

Lagebezug:

17 km südsüdwestlich von Witzenhausen gelegen

Lage und Verkehrslage:

7,5 km östlich von Hessisch Lichtenau gelegen

4 km nordöstlich von Küchen am Ostufer des Weißbaches westlich Punkt 414,2 gelegen

Flurnamen: "Das alte Dorf", "Wißkirche", "Botterborn", "auf der Mühlstätte"

Ersterwähnung:

1195

Siedlungsentwicklung:

Der Ort ging wahrscheinlich in den Fehden von 1385 bis 1390 zugrunde.

Historische Namensformen:

Bezeichnung der Siedlung:

  • villa (1195)
  • villae (1341)
  • (1383)
  • Wüstung (1454)

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3557843, 5672921
UTM: 32 U 557746 5671091
WGS84: 51.188318° N, 9.826305° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63600607001

Flächennutzungsstatistik:

  • 1454: 10 Huben von Küchen und Hasselbach aus bewirtschaftet
  • 1553: 17 1/2 Huben; zwischen den von Hundelshausen, von Bischofferode und Kloster Germerode geteilt
  • 1569 und 1715: 17 1/2 Huben in der Wüstung
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1383/87: Landgrafschaft Hessen, Amt Reichenbach (Lichtenau)
  • 1454 und 1553: Landgrafschaft Hessen, Amt Reichenbach (Lichtenau)

Altkreis:

Witzenhausen

Herrschaft:

1383/87: Amt Reichenbach

1553: Landgräfliches Gericht

Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1195: Kloster Germerode erhält Güterbestätigung zu Weissner.
  • 1262: Kloster Germerode in seinem Besitz zu Weissner durch die Witwe des Reinhard von Westerburg bedrängt.
  • 1300: Die von Reichenbach übertragen Güter zu Weissner an Kloster Hersfeld.
  • 1341: Hartrad von Reichenbach verkauft Ludwig Diede und Hermann von Kappel sein Erbe im Dorf Weissner.
  • 1454: Hermann von Kappel hat hessisches Lehen zu Weissner inne.
  • 1466: Landgraf Ludwig belehnt die Meisenbug mit dem halben Feld zu Weissner; folgend Belehnungen bis 1787.
  • 1476: Landgräflicher Verkauf zu Weissner an Heinrich Rauschenberg
  • 1480 - 1527: Besitz des Klosters Germerode nachgewiesen
  • 1553: Teilung der Wüstung Weissner zwischen den von Hundelshausen und von Bischofferode
Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1553 und 1583: wüste Kirche
  • 1595: Skizze (StA Marburg Adelsrepositur von Ratzenberg)
  • Altarstein heute in Küchen bei der Linde
Wirtschaft

Wirtschaft:

1643: Bergschreiber auf dem Meißner

1461: ein Schüßler genannt

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Weissner, Werra-Meißner-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/7225> (Stand: 26.11.2024)