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Hessische Biografie

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Portrait

Eugen Siebecke
(1891–1959)

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GND-Nummer

1076193536

Siebecke, Eugen [ID = 11261]

* 11.6.1891 Rothenditmold heute Kassel, † 13.10.1959 Marburg, Begräbnisort: Oberasphe, evangelisch-lutherisch
Lehrer, Beamter, Abgeordneter, Oberbürgermeister, Kreiswohlfahrtsdirektor
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch des Lehrerseminars in Frankenberg (Eder)
  • 1911 Volksschullehrerprüfung
  • Schuldienst in mehreren Gemeinden Hessens und Westfalens
  • 1914-1918 Teilnehmer am Ersten Weltkrieg, Leutnant der Reserve
  • 1919 Mitglied der SPD
  • 1920-1932 Mitglied des Nassauischen Kommunallandtags des preußischen Regierungsbezirks Wiesbaden bzw. des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau für den Kreis Biedenkopf, dort Mitglied des sozialpolitischen, des Finanz-, Wahlprüfungs-, Beamten- und Eingabenausschusses
  • 1922 Beurlaubung vom Schuldienst aus gesundheitlichen Gründen (Kehlkopferkrankung durch Kampfgas im Ersten Weltkrieg)
  • 1.9.1923-1933 Beamter beim Kreisausschuss von Biedenkopf (Verwaltungsdirektor des Kreiswohlfahrtswesens)
  • 1927-1932 stellvertretendes Mitglied des Provinzialausschusses
  • 1933 Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten aus politischen Gründen
  • 1933-1940 Versicherungsvertreter
  • 1934 in Gießen wohnhaft, dort Anschluss an die Widerstandsgruppe um Alfred Kaufmann und Heinrich Will, danach Umzug nach Marburg
  • in der NS-Zeit mehrfach Hausdurchsuchungen, 1940 Festnahme wegen „Defätismus und Beleidigung des Führers“
  • 1941-1942 Sozialreferent in der Munitionsfabrik WASAG in Stadtallendorf
  • 1943-1943 Referent für Berufserziehung bei der Deutschen Arbeitsfront
  • 1943 kurzzeitige Tätigkeit bei der Berufsschule in Marburg
  • 1943-1945 Aushilfsangestellter beim Versicherungsamt des Landkreises Marburg
  • April 1945-Februar 1946 Oberbürgermeister der Stadt Marburg (von der amerikanischen Militärregierung ernannt), Entlassung aufgrund des Vorwurfs, er habe einen US-Offizier bedroht, mit dem er eine Auseinandersetzung über Entnazifizierungsfragen hatte
  • März 1946 Verurteilung durch ein Militärgericht zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, Berufung, gegen Kaution freigelassen, August 1946 Flucht in die Sowjetische Besatzungszone
  • 1.7.1947-10.5.1949 Ministerialrat, Leiter der Haushaltsabteilung des Sächsischen Finanzministeriums in Dresden
  • Juli 1948 Mitglied der SED
  • Oktober 1949 Rückkehr nach Marburg, um seine Rehabilitierung zu betreiben, woraufhin seine Strafe auf fünf Monate Gefängnis verkürzt wurde, die er in der Strafanstalt Butzbach verbüßte
  • anschließend Rückzug aus dem öffentlichen Leben, künstlerische Betätigung
  • Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Marburger Künstlerkreises

Funktion:

  • Wiesbaden, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied (SPD), 1920-1932
  • Hessen-Nassau, 14. Provinziallandtag, Mitglied (SPD), 1920
  • Hessen-Nassau, 15. Provinziallandtag, Mitglied (SPD), 1921
  • Hessen-Nassau, 16. Provinziallandtag, Mitglied (SPD), 1926
  • Hessen-Nassau, 17. Provinziallandtag, Mitglied (SPD), 1927
  • Hessen-Nassau, 18. Provinziallandtag, Mitglied (SPD), 1928
  • Hessen-Nassau, 19. Provinziallandtag, Mitglied (SPD), 1930
  • Hessen-Nassau, 20. Provinziallandtag, Mitglied (SPD), 1930
  • Hessen-Nassau, 21. Provinziallandtag, Mitglied (SPD), 1930
  • Marburg, Oberbürgermeister, 1945-1946

Lebensorte:

  • Kassel; Frankenberg (Eder); Biedenkopf; Gießen; Marburg
Familie

Vater:

Siebecke, Richard, Kaufmann

Mutter:

Krah, Anna Berta

Partner:

  • Engels, Luise* Adele, (⚭ Düsseldorf 18.6.1919) * Düsseldorf 1898/99, † Marburg 26.12.1921
  • Engelbach, Susanna Katharina Ottilie* (Tilly), (⚭ Worms 7.11.1928) * Darmstadt 15.7.1907, evangelisch, Krankenschwester, Tochter des Hermann Engelbach, * Eckelshausen 27.12.1875, Lokomotivführer, und der Anna Margarete Pfeifer, * Darmstadt 25.5.1879
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Zitierweise
„Siebecke, Eugen“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1076193536> (Stand: 7.7.2026)