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Hessische Biografie

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Portrait

Walther Max Adrian Schücking
(1875–1935)

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Schücking, Walther Max Adrian [ID = 9537]

* 6.1.1875 Münster (Westfalen), † 25.8.1935 Den Haag, altkatholisch
Prof. Dr. jur. – Jurist, Professor, Politiker
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Weitere Namen:

  • Schücking, Walter
  • Schuecking, Walter
  • Schucking, Walther
Wirken

Werdegang:

  • 1894 Abitur am Gymnasium Paulinum in Münster
  • ab 1894 Studium der Staats- und Rechtswissenschaften in München, Bonn und Berlin
  • ab 1896 Studium in Göttingen
  • 15.5.1897 Referendarexamen in Celle
  • 1.6.1897-1899 Referendar am Amtsgericht Dülmen und Landgericht Münster
  • 11.8.1897 Promotion zum Dr. jur. in Göttingen
  • 28.10.1899 Habilitation in Göttingen für Staatsrecht, Völkerrecht und deutsche Rechtsgeschichte
  • 22.9. zum 1.10.1900 außerordentlicher Professor in Breslau
  • 20.8. zum 1.10.1902 außerordentlicher Professor an der Universität Marburg; eingeführt am 8.11.1902
  • 1907 und 1914 Dekan der Juristischen Fakultät
  • Mitglied der linksliberalen Fortschrittlichen Volkspartei
  • 1908 und 1911 erfolglose Kandidatur für das Preußische Abgeordnetenhaus
  • April 1915 Teilnahme an der Haager Konferenz als Vorkämpfer für einen Verständigungsfrieden
  • 1918 Eintritt in die DDP
  • 1918-1920 Vorsitzender der Kommission zur Nachprüfung der völkerrechtlichen Beschwerden des Auslandes über die Behandlung von Kriegsgefangenen in Deutschland
  • 1919-1928 Mitglied der Nationalversammlung und des Reichstages für den Wahlkreis Hessen-Nassau
  • aufgrund seines internationalen Ansehens als Pazifist und als Völkerrechtler Hauptdelegierter für die Friedensverhandlungen in Versailles
  • Maßgeblich an der Gründung der Deutschen Liga für Völkerbund beteiligt
  • ab 1924 Vorsitzender des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, der unter anderem die Kriegsentstehung, Deutschlands Haltung bei den Haager Friedenskonferenzen, die versäumten Friedensmöglichkeiten und die Verletzungen des Völkerrechts im Ersten Weltkrieg untersuchte
  • Ende 1920 nach längerer Beurlaubung von Marburg an die Handelshochschule in Berlin versetzt
  • 11.2. zum 1.4.1921 aus dem Staatsdienst entlassen
  • 1928 Direktor des Instituts für Internationales Recht an der Universität Kiel
  • Mitglied des Rates des Internationalen Friedensbüros in Genf, Mitarbeit in der Deutschen Friedensgesellschaft und der Interparlamentarischen Union
  • 1931 Berufung zum ersten deutschen Richter am Ständigen Internationalen Gerichtshof in Den Haag
  • Deutscher Vertreter am Ständigen Schiedshof in Den Haag
  • 1933 Verlust des Lehrstuhls und des Instituts in Kiel infolge des so genannten Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums
  • Fortsetzung der Tätigkeit in Den Haag bis zu seinem Tode

Funktion:

  • Marburg, Universität, Juristische Fakultät, Dekan, 1907
  • Marburg, Universität, Juristische Fakultät, Dekan, 1913-1914
  • Deutsches Reich, Nationalversammlung, Mitglied (DDP), 1919-1920
  • Deutsches Reich, Reichstag, Mitglied (DDP), 1920-1928

Studium:

  • ab 1894 Studium der Staats- und Rechtswissenschaften in München, Bonn und Berlin
  • ab 1896 Studium in Göttingen

Akademische Qualifikation:

  • 11.8.1897 Promotion zum Dr. jur. in Göttingen.
  • 28.10.1899 Habilitation in Göttingen für Staatsrecht, Völkerrecht und deutsche Rechtsgeschichte

Akademische Vita:

  • Breslau, Universität / Juristische Fakultät / / außerordentlicher Professor / 1.10.1899
  • Marburg, Universität / Juristische Fakultät / Staatsrecht, Völkerrecht, Kirchen- und Verwaltungsrecht / außerordentlicher Professor / 1902-1903
  • Marburg, Universität / Juristische Fakultät / Staatsrecht, Völkerrecht, Kirchen- und Verwaltungsrecht / ordentlicher Professor / 1903-1920
  • Berlin, Handelshochschule / / / / 1920
  • Kiel, Universität / Institut für Internationales Recht / / ordentlicher Professor / 1928-1933

Akademische Ämter:

  • 1907 und 1913/1914 Dekan der Juristischen Fakultät der Universität Marburg

Werke:

Lebensorte:

  • Münster (Westfalen); Celle; Burgsteinfurt; München; Bonn; Berlin; Göttingen; Dülmen; Breslau; Marburg; Kiel; Den Haag
Familie

Vater:

Schücking, Lothar Carl Levin, * 19.12.1844, † 25.4.1901, Landgerichtsrat in Münster, Sohn des Levin Schücking, GND, * Meppen 6.9.1814, † Pyrmont 31.8.1883, Schriftsteller, Journalist

Mutter:

Beitzke, Luise Wilhelmine Amalie, 1849-1920

Partner:

  • Laer, Irmgard Auguste Charlotte Marte von, (1881–1952), Heirat 1902 in Oberbehme (Kreis Herford)

Verwandte:

  • Schücking, Levin <Großvater>, * Meppen 6.9.1814, † Pyrmont 31.8.1883, Schriftsteller und Journalist, bekannt auch durch seinen Kontakt zu Annette von Droste-Hülshoff, verheiratet mit der Schriftstellerin Louise von Gall (1815-1855)
  • Schücking, Lothar Engelbert <Bruder>, (1873–1943), Bürgermeister von Husum, Rechtsanwalt, Schriftsteller und Pazifist
  • Schücking, Levin Ludwig <Bruder>, (1878–1964), Anglistikprofessor und Shakespeareforscher
Nachweise

Literatur:

Bildquelle:

Wikipedia (via Wikimedia Commons: Datei:SchückingWalther.jpg)

Zitierweise
„Schücking, Walther Max Adrian“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118762117> (Stand: 28.1.2026)