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Portrait

Katharina Gräfin von Beichlingen
(nach 1493?–1525)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1337013293

Beichlingen, Katharina Gräfin von [ID = 13606]

* nach 1493?, † 7.1525
Biografischer Text

Der thüringische Graf Adam von Beichlingen studierte Staatswissenschaften, kam aber schon früh mit der großen Politik in Berührung, als er Herzog Albrecht von Sachsen 1486 zu Wahl und Krönung des Habsburgers Maximilian nach Frankfurt und Aachen begleitete, wo er den Ritterschlag empfing. 1493 nahm er an der Pilgerreise Kurfürst Friedrich „des Weisen“ nach Palästina teil. Auf dem Reichstag zu Konstanz 1507 zum adligen Assessor des Reichskammergerichts gewählt, hatte er bereits einige Jahre in Regensburg und Worms als Richter amtiert, als er 1511 in zweiter Ehe die kaum 18jährige Katharina von Hessen, eine Cousine des künftigen Landgrafen Philipp heiratete, der ihn nach seinem Regierungsantritt 1518 zum hessischen Rat und Diener bestellte. 1521 im Gefolge Philipps auf dem Wormser Reichstag, wurde er von Kaiser Karl V. zum Obersten Kammerrichter des künftig in Speyer installierten RKG ernannt, dem er bis 1535 präsidierte. Statt des verkauften Stammguts Beichlingen erwarb Graf Adam 1520/22 die Herrschaften Gebesee an der Unstrut nördlich Erfurt und Kraynburg an der Werra unweit Vacha, das zum eigentlichen Familiensitz wurde. Gräfin Katharina, die ihm acht Söhne geboren hatte, starb im Bauernkriegsjahr 1525. Obwohl die Zukunft des Geschlechts damit gesichert schien, ist die Familie Beichlingen bereits eine Generation später mit dem Tod des jüngsten Sohnes Friedrich Bartholomäus im Jahre 1567 im Mannesstamm erloschen.

Eckhart G. Franz

(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 58)


Literatur