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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118538713
Gerlach, Walther [ID = 12311]
- * 1.8.1889 Biebrich am Rhein, † 10.8.1979 München, evangelisch
Prof. Dr. rer. nat. – Physiker - Wirken ↑
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Werdegang:
- Besuch des Humanistischen Gymnasiums Wiesbaden, 1908 Abitur
- Studium an der Universität Tübingen, Mitglied im Corps Borussia Tübingen
- 1912 Promotion zum Dr. rer. nat. bei Friedrich Paschen
- 1916 Privatdozent in Tübingen
- 1917 Dozent in Göttingen
- 1919 Physiker in der Farbenfabrik Bayer, Elberfeld (heute Wuppertal)
- 1921 außerordentlicher Professor in Frankfurt am Main
- 1925 ordentlicher Professor der Physik in Tübingen
- 1929-1957 ordentlicher Professor der Physik an der Universität München und Direktor des Physikalischen Instituts
- maßgeblich am Wiederaufbau der Forschung nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt
- 1948-1951 Rektor der Universität München
- führte mit Otto Stern 1921/22 den Stern-Gerlach-Versuch zum Nachweis der Richtungsquantelung durch, für den Otto Stern 1943 den Nobelpreis der Physik erhielt
- 1947 Mitglied der Leopoldina
- Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
- 1947 Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften
- Ehrendoktor der Universitäten München, Tübingen
- 1959 Bayerischer Verdienstorden
- 1962 Orden pour le Mérite für Wissenschaft und Künste
- 1970 Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
- 1974 Harnack-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft
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Netzwerk:
- Paschen, Friedrich <Lehrer>, GND, * Schwerin 22.1.1865, † Potsdam 25.2.1947, Physiker
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Lebensorte:
- Wiesbaden; Tübingen; Göttingen; Elberfeld; Frankfurt am Main; München
- Familie ↑
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Vater:
Gerlach, Johann Valentin*, 1858-1957, Dr. med., Hygieniker und Lebensmittelchemiker
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Mutter:
Niederhäuser, Marie Wilhelmine, 1863-1941
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Partner:
- Metzger, Mina, * 1889, Heirat 29.9.1917
- Probst, Ruth, 1904-1994, Heirat München 18.4.1939, Dr. med., Kinderärztin
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Verwandte:
- Gerlach, Werner <Bruder>, 1891-1963, Professor, Dr. med., Pathologe
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HStAM Bestand 925 Nr. 16 (Biebrich, Geburtsnebenregister, 1889, Nr. 221)
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Literatur:
- Wiesbaden. Das Stadtlexikon, hrsg. vom Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Darmstadt 2017, S. 296 (Rolf Faber)
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 226, Nr. 1272
- Deutsches Geschlechterbuch, Bd. 49, 1926, S. 23
- Degener, Wer ist's, Bd. 10, 1935, S. 485
- Josef Georg Huber, Walther Gerlach (1889-1979) und sein Weg zum erfolgreichen Experimentalphysiker bis etwa 1925. Augsburg 2015 (Algorismus, Heft 82)
- Zitierweise ↑
- „Gerlach, Walther“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118538713> (Stand: 4.8.2025)
