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Hessische Biografie

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Portrait

Hermann Gustav Adolf Weigel
(1828–1887)

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GND-Nummer

117242799

Weigel, Hermann Gustav Adolf [ID = 13420]

* 20.12.1828 Kassel, † 30.4.1887 Kassel (Wilhelmshöhe), evangelisch-lutherisch
Dr. jur. – Jurist, Abgeordneter, Politiker
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch des Gymnasiums Friderizianum in Kassel
  • 1847-1851 Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten Bonn, Marburg und Berlin
  • 1848/49 aktive Rolle während der Revolution
  • 1849 Teilnehmer am Zug der Hanauer Turner nach Baden
  • 1852-1856 Obergerichtsreferendar in Kassel
  • volkswirtschaftliche Studien in Bremen, Berlin und Hamburg
  • 1855 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg
  • 1858-1862 Sekretär der Handelskammer und Syndikus der Börse in Breslau (heute Wrocław/Polen)
  • 1862-1867 Obergerichtsanwalt in Kassel
  • 1863-1866 Mitglied der Kurhessischen Ständeversammlung für die Stadt Kassel, Haupturheber und Mitunterzeichner der „Totengräberadresse“, einer der schärfsten Gegner des Kurfürsten
  • ab 1867 Rechtsanwalt in Kassel, ab 1868 auch Notar
  • Februar 1867 erfolglose Kandidatur für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Kassel 2: Kassel-Stadt, Kassel-Land, Melsungen (Nationalliberale Partei)
  • August 1867 Ablehnung des Reichstags-Mandats im Wahlkreis Kassel 2: Kassel-Stadt, Kassel-Land, Melsungen (Nationalliberale Partei)
  • August 1867-1871 Mitglied des Reichstages des Norddeutschen Bundes für den Wahlkreis Kassel 8: Hanau-Stadt, Hanau-Land, Gelnhausen, Frankfurt-Land (Nationalliberale Partei)
  • 29.9.1868 mit 960 Stimmen bei 5.525 Wahlberechtigten zum zweiten Abgeordneten der Stadt Kassel in den Kommunallandtag gewählt, 23.10.1871 mit 603 Stimmen bei 6.591 Wahlberechtigten und am 22.8.1877 mit 832 von 860 Stimmen wiedergewählt
  • 1868-1886 Mitglied des Kurhessischen Kommunallandtags des preußischen Regierungsbezirks Kassel bzw. des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau im Stande der Städte für die Stadt Kassel, dort 1868-1869 und 1871-1872 Mitglied des Legitimationsprüfungsausschusses, 1868 Mitglied des Verfassungsausschusses und des Ständischen Verwaltungsausschusses, 1872, 1874-1875, 1877, 1881-1882 und 1884-1885 Mitglied des Hauptausschusses
  • gehörte 1870 zu den Überbringern der Kaiseradresse nach Versailles
  • 1870-1873 zweiter Bürgermeister der Stadt Kassel
  • März 1871-Oktober 1881 Mitglied des Deutschen Reichstages für den Wahlkreis Kassel 8: Hanau-Stadt, Hanau-Land, Gelnhausen, Frankfurt-Land (Nationalliberale Partei), dort 1874-1881 Schriftführer
  • 1876-1887 (als Nachfolger von Friedrich Nebelthau) Mitglied des Preußischen Herrenhauses
  • 1880 Ernennung zum Justizrat
  • Mitglied des Volkswirtschaftlichen Kongresses und des Deutschen Handelstags

Funktion:

  • Kurhessen, 21. Landtag, Mitglied, 1863-1866
  • Kassel, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied, 1868-1886
  • Deutschland, Reichstag, Mitglied, 1871-1881
  • Hessen-Nassau, 01. Provinziallandtag, Mitglied, 1886

Werke:

Lebensorte:

  • Kassel; Bonn; Marburg; Berlin; Bremen; Hamburg; Breslau
Familie

Vater:

Weigel, Georg Friedrich, * 1790, Goldarbeiter

Mutter:

Oetzel, Dorothea Elisabeth, * 1799, Tochter des Johann Valentin Oetzel, Strumpfwirkermeister

Partner:

  • , unverheiratet
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Zitierweise
„Weigel, Hermann Gustav Adolf“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117242799> (Stand: 30.4.2026)