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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118760203
Schwinge, Erich [ID = 15736]
- * 15.1.1903 Jena, † 30.4.1994 Marburg, evangelisch
Prof. Dr. jur. – Jurist, Militärjurist, Professor - Wirken ↑
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Werdegang:
- 1909-Februar 1921 Besuch der Oberrealschule Jena
- 1921-1924 Studium der Rechtswissenschaften und der Philosophie an den Universitäten Jena, München und Berlin
- 12.1924 Erstes Juristisches Staatsexamen
- 28.2.1926 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Jena
- 3.1929 Assessorexamen
- 1929-1930 Tätigkeit als Wissenschaftlicher Assistent für Strafrecht, Strafprozessrecht, Zivilprozessrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Bonn
- 28.2.1930 Venia Legendi im Fach Strafrecht, Prozessrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Bonn, anschließend Tätigkeit als Privatdozent
- 1931-1932 Vertretungsprofessor für Strafrecht, Strafprozessrecht, Zivilprozessrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Kiel
- 1.10.1932 Ernennung zum ordentlichen Professor an der Universität Halle an der Saale
- 1933 Eintritt in den Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen
- 1.4.1936 Ernennung zum ordentlichen Professor für Strafrecht, Prozessrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Marburg
- Juni 1937 Eintritt in die NSDAP
- 1.9.1940 Ernennung zum ordentlichen Professor an der Universität Wien
- 1941-1945 Tätigkeit als Ankläger und Richter beim Gericht der Division 177 in Wien, letzter Dienstgrad Oberstabsrichter
- 1946-1948 Betrauung mit einem Lehrauftrag für Strafrecht und Öffentliches Recht an der Universität Marburg
- 1948 Ernennung zum ordentlichen Professor für Strafrecht, Prozessrecht, Rechtsphilosophie und Öffentliches Recht an der Universität Marburg
- 1958 erfolglose Kandidatur für den Hessischen Landtag (FDP-Landesliste, Platz 64)
- 1971 Emeritierung
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Funktion:
- Marburg, Universität, Juristische Fakultät, Dekan, 1937-1939
- Marburg, Universität, Juristische Fakultät, Dekan, 1949-1951
- Marburg, Universität, Rektor, 1954-1955
- Marburg, Universität, Prorektor, 1955-1957
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Studium:
- 1921-1924 Studium der Rechtswissenschaften und der Philosophie an den Universitäten Jena, München und Berlin
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Netzwerk:
- Simonsohn, Berthold* Alfons <Schüler>
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Akademische Qualifikation:
- 28.2.1926 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Jena
- 28.2.1930 Habilitation im Fach Strafrecht, Prozessrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Bonn
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Akademische Vita:
- Bonn, Universität / Juristische Fakultät / Strafrecht, Prozessrecht und Rechtsphilosophie / Privatdozent / 1930-1932
- Kiel, Universität / Juristische Fakultät / Strafrecht, Strafprozessrecht, Zivilprozessrecht und Rechtsphilosophie / Vertretungsprofessor / 1931-1932
- Halle an der Saale, Universität / Juristische Fakultät // ordentlicher Professor / 1932-1936
- Marburg, Universität / Juristische Fakultät / Strafrecht, Prozessrecht und Rechtsphilosophie / ordentlicher Professor / 1936-1940
- Wien, Universität / Juristische Fakultät // ordentlicher Professor / 1940-1945
- Marburg, Universität / Juristische Fakultät / Strafrecht, Prozessrecht, Rechtsphilosophie und Öffentliches Recht / ordentlicher Professor / 1948-1971
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Akademische Ämter:
- 1937-1939 sowie 1949-1951 Dekan der Juristischen Fakultät der Universität Marburg
- 1954-1955 Rektor der Universität Marburg
- 1955-1957 Prorektor der Universität Marburg
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Werke:
- Der Kampf um die Schwurgerichte bis zur Frankfurter Nationalversammlung (Dissertation, 1926)
- Teleologische Begriffsbildung im Strafrecht. Ein Beitrag zur strafrechtlichen Methodenlehre (Habilitation, 1930)
- Militärstrafgesetzbuch (1936)
- Soldatischer Gehorsam und Verantwortung (1939)
- Bilanz der Kriegsgeneration. Ein Beitrag zur Geschichte unserer Zeit (1978)
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Lebensorte:
- Jena; München; Berlin; Bonn; Kiel; Halle an der Saale; Marburg; Wien
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Statusgruppe:
Wissenschaftler/in
- Familie ↑
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Vater:
Schwinge, N.N., Handwerksmeister
- Nachweise ↑
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Quellen:
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Literatur:
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 2, Von 1911 bis 1971, Marburg 1979, S. 141.
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 3, Von 1971 bis 1991, Marburg 2000, S. 25.
- Detlev Garbe, „In jedem Einzelfall ... bis zur Todesstrafe“. Der Militärstrafrechtler Erich Schwinge. Ein deutsches Juristenleben, Hamburg 1989
- Detlev Garbe, Der Marburger Militärjurist Professor Erich Schwinge. Kommentator, Vollstrecker und Apologet nationalsozialistischen Kriegsrechtes, in: Albrecht Kirschner (Hrg.), Deserteure, Wehrkraftzersetzer und ihre Richter. Marburger Zwischenbilanz zur NS-Militärjustiz vor und nach 1945 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 74), Marburg 2010, S. 109-130
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Bildquelle:
Universitätsarchiv Marburg, Bildersammlung.
- Zitierweise ↑
- „Schwinge, Erich“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118760203> (Stand: 10.7.2026)
