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Hessische Biografie

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Portrait

Reinhold Anderlitschek
(1915–2004)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

1083466216

Anderlitschek, Reinhold [ID = 11199]

* 15.10.1915 Leitmeritz heute Litoměřice (Tschechien), † 5.3.2004 Schlüchtern
Dr. jur. – Kommunalpolitiker, Kreistagsvorsitzender, Kreisbeigeordneter, Bürgermeister, Sportfunktionär
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Abitur am Humanistischen Gymnasium in Leitmeritz
  • Studium an der Rechts- und staatswissenschaftliehen Fakultät der Deutschen Universität in Prag, 1940 Promotion zum Doctor iuris
  • Mitglied der Sudetendeutschen Partei, 1.11.1938 Eintritt in die NSDAP (Mitgliedsnr. 6.607.826)
  • 1939 Gerichtsreferendar und Assessor am Amts- und Landgericht Leitmeritz
  • 1940-1945 Kriegsdienst als Soldat, zuletzt Leutnant, in Jugoslawien und in der Sowjetunion, Kriegegefangenschaft
  • 1945 nach Vertreibung in Schlüchtern ansässig
  • 1946-1954 Leiter der Rechtsabteilung und des Kreiswohnungsamtes beim Landratsamt Schlüchtern
  • Rechtsreferendar und Beamter auf Widerruf beim Hessischen Minister der Justiz
  • tätig in den Kanzleien der Rechtsanwälte Ursula Schade-Piamsch und Hermann Weber (ehemaliges NSDAP-Mitglied, Mitgliedsnr. 5.929.356) in Schlüchtern
  • 1958-1965 Geschäftsführer des Landessportbundes Hessen
  • 1955 Eintritt in die SPD
  • Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Kreistag Schlüchtern, Kreistagsvorsitzender, Kreisbeigeordneter
  • 1964 Niederlage bei der Landratswahl im Landkreis Schlüchtern
  • September 1965-Oktober 1980 Bürgermeister, Zusammenlegung der Stadt Schlüchtern und zwölf benachbarter Gemeinden im Zuge der kommunalen Neuordnung Hessens, Bau des Feuerwehrstützpunkts am Untertor, des Bergwinkel-Hallenbads und 1975/76 des neuen Rathauses
  • 1974 nach Bildung des Main-Kinzig-Kreises Staatsbeauftragter bis zur Wahl eines Landrats, anschließend Erster Kreisbeigeordneter
  • 1985 Bürgerbeauftragter des Main-Kinzig-Kreises
  • Vorsitzender des Tennisvereins Blau-Weiß Schlüchtern
  • 1954-1960 und 1968-1979 Vorsitzender des Sportkreises Schlüchtern
  • 1970 Ehrennadel in Gold des Landessportbundes Hessen
  • 1976 Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland
  • 1980 Ehrentitel „Altbürgermeister“
  • Ehrenurkunde des Hessischen Städte- und Gemeindetags
  • Goldene Ehrennadel der Deutschen Olympische Gesellschaft
  • Ehrenvorsitzender des Sportkreises Schlüchtern
  • Ehrenmitglied des TV 1861 Schlüchtern und der SG Schlüchtern 1910

Lebensorte:

  • Leitmeritz; Prag; Schlüchtern
Familie

Vater:

Anderlitschek, Franz, * 1.9.1882, † Schlüchtern 1970, Verwalter, NSDAP-Mitglied (Mitgliedsnr. 6.850.248)

Mutter:

N.N. Franziska, 1893–1975

Nachweise

Quellen:

  • Freundliche Hinweise von Achim Heilmann

Literatur:

  • Ernst Müller-Marschhausen, Dr. Reinhold Anderlitschek (1915–2004), in: Kreisausschuss des Main-Kinzig-Kreises (Hrsg.), Bergwinkel-Bote Heimatkalender 2015, S. 129-137
Zitierweise
„Anderlitschek, Reinhold“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1083466216> (Stand: 26.5.2026)