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Hessische Biografie

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Portrait

Ludwig Darmstädter
(1846–1927)

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Darmstädter, Ludwig [ID = 18250]

* 9.8.1846 Mannheim, † 18.10.1927 Berlin, jüdisch; evangelisch
Prof. Dr. phil.; Dr. jur. h.c. – Chemiker, Naturwissenschaftler, Mäzen, Wissenschaftshistoriker, Unternehmer
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Andere Namen

Weitere Namen:

  • Darmstaedter, Ludwig
Wirken

Werdegang:

  • aus jüdischer Mannheimer Kaufmannsfamilie stammend
  • 1865 Reifeprüfung am Lyzeum in Mannheim
  • Studium der Mineralogie und Chemie an der Universität Heidelberg (unter anderem bei Robert Bunsen)
  • Promotion zum Dr. phil. an der Universität Heidelberg
  • wissenschaftliche Tätigkeiten in Leipzig, Berlin und Paris, währenddessen Versuch einer kaufmännischen Niederlassung in England, Belgien und Spanien
  • Rückkehr nach Deutschland und Betätigung in der chemischen Industrie
  • Anlegung einer wertvollen Porzellansammlung (mit Katalog)
  • 1906 Austritt aus dem Aufsichtsrat des bisher von ihm geleiteten chemischen Unternehmens
  • 1907 Schenkung einer Autografen- und Dokumenten-Sammlung zur Geschichte der Wissenschaften und Technik an die Preußische Staatsbibliothek
  • 1925 Teilveräußerung der Porzellansammlung
  • 1908 Veröffentlichung von dem Handbuch zur Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik gemeinsam mit Du Bois-Reymond (1818-1896)
  • Mittestamentvollstrecker des riesenhaften Vermögens der Speyer Stiftung
  • 1921 Einsatz für die finanzielle Abgrenzung des Georg-Speyer-Hauses von der Georg und Franziska Speyer´schen Hochschulstiftung zur Schaffung eines unabhängigen Forschungsinstitutes
  • 1926 anlässlich des 80. Geburtstages Stiftung des Ludwig-Darmstädter-Preises vom Vorstand des Georg-Speyer-Hauses und Verleihung des Dr. jur. honoris causa der Universität Frankfurt am Main
  • mit Berthold Freudenthal (1872-1929) Einsatz für das Jugendstrafrecht und für eine Reform der Fürsorge-Erziehungsanstalten sowie Veranlassung der Eröffnung eines Jugendgefängnisses in Wittlich an der Mosel
  • 17.10.1927 Tod durch Agina pectoris
  • jüdisch geboren, später getauft

Studium:

  • Studium der Mineralogie und Chemie an der Universität Heidelberg

Netzwerk:

  • Bunsen, Robert* Wilhelm <Lehrer>
  • Du Bois- Reymond, Emil Heinrich <Bekannter>, GND, * Berlin 7.11.1818, † Berlin 26.12.1896, Arzt, Physiologe, Philosoph, Hochschullehrer, Rektor der Universität Berlin
  • Freudenthal, Berthold <Bekannter>, (1872-1929), Jurist

Akademische Qualifikation:

  • Promotion zum Dr. phil. an der Universität Heidelberg

Werke:

Lebensorte:

  • Mannheim; Heidelberg; Leipzig; Berlin; Paris; Frankfurt am Main
Familie

Vater:

Darmstädter, Jonas, 1800–1881, Kaufmann, Sohn des Joseph Darmstädter, gestorben 1829, Kaufmann in Mannheim, und der Judith Stegmann

Mutter:

Dinkelspiel, Eleonora, 1810–1847, Tochter des Moses Dinkelspiel, Handelsmann, und der Merle Kann

Verwandte:

  • Speyer, Susanne Franziska* <Schwägerin>, geb. Gumbert, Frau des Frankfurter Bankiers Georg Speyer
  • Darmstaedter, Paul <Sohn>, GND, geboren Berlin-Charlottenburg 1873, gestorben Montreux-Chatelârd (Schweiz) 16.5.1934, Historiker, 1907-1933 Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Göttingen, evangelisch
Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Darmstädter, Ludwig“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/116027789> (Stand: 19.10.2025)