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Portrait

Günter Strack
(1929–1999)

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GND-Nummer

119293544

Strack, Günter [ID = 2021]

* 4.6.1929 Darmstadt, † 19.1.1999 Münchsteinach Franken, Begräbnisort: Münchsteinach
Schauspieler
Biografischer Text

Günter Strack stammte aus einer Reiskirchener Familie. Seine Vorfahren waren dort Landwirte, Förster und Maurer. Sein Ururgroßvater Johannes Strack, 1815–1856, wurde Lehrer.

Im Jahr 1999, ein halbes Jahr vor seinem 70. Geburtstag, starb Günter Strack. In diesem Jahr jährte sich auch zum 50. Male sein erstes Engagement auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“: 1949 debütierte er in Oberhausen in der Rolle des Ferdinand in Friedrich Schillers „Kabale und Liebe“. Bis 1951 war er in Oberhausen unter Vertrag und wechselte dann an das Landestheater seiner Heimatstadt Darmstadt. Weitere Engagements folgten in Wiesbaden, Hannover und Stuttgart. Seit 1965 war Strack als freier Schauspieler tätig. Aber erst das Fernsehen ermöglichte Strack jene Popularität, die ihm das Theater nicht bieten konnte. Seine erste Fernsehrolle war die des Drehergesellen Schmidtche in der Darmstädter Lokalposse „Datterich“ von Ernst Elias Niebergall. Bekannter wurde er dann in Rollen in Fernsehserien (ZDF) aus der Feder seines Darmstädter Landsmannes Robert Stromberger, zum Beispiel als Vater in „Tod eines Schülers“ oder den Onkel Ludwig in „Diese Drombuschs“. Ferner sah man ihn in über 50 Folgen an der Seite von Claus Theo Gärtner als Rechtsanwalt Dr. Renz im „Fall für Zwei“. Für seine Darstellung des [katholischen] Pfarrers Dr. Dr. Adam Kempfert in der vom ZDF ausgestrahlten Serie „Mit Leib und Seele“ erhielt Strack 1991 den Medienpreis der Konferenz Evangelikaler Publizisten. Weitere Auszeichnungen waren unter anderem „Die Goldene Kamera“ (1987) oder der „Deutsche Weinkulturpreis“ (1993). Strack, der in weiteren Fernsehfilmen und -serien bei der ARD, dem ZDF und seit 1993 beim Privatsender SAT 1 mitwirkte, besetzte auch Rollen in Spielfilmen namhafter in- und ausländischer Regisseure, zum Beispiel Bernhard Wicki und Alfred Hitchcock. Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme unter anderem Orson Welles, Spencer Tracy oder dem „Cannon“-Darsteller W. Conrad. Neben der Schauspielerei widmete sich der beleibte und beliebte Darsteller dem Weinbau auf seinem Weingut in Iphofen. Sein Stand auf dem alljährlichen Darmstädter Weinmarkt war, besonders bei persönlicher Anwesenheit von Strack, immer dicht umringt.

Über die Vorfahren Jünger in Reiskirchen besteht Ahnengemeinschaft mit dem ebenfalls aus Darmstadt stammenden Schauspieler Hans Christian Blech (1915–1993), mit dem er 1983 die Johann Heinrich Merck Ehrung der Stadt Darmstadt erhielt.

Frieder Boss


Literatur