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Hessische Biografie

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Portrait

Wilhelm Ludwig Büchner
(1816–1892)

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Büchner, Wilhelm Ludwig [ID = 2773]

* 2.8.1816 Stockstadt am Rhein, † 14.7.1892 Pfungstadt, evangelisch
Chemiker, Pharmazeut, Abgeordneter
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch des Gymnasiums in Darmstadt
  • Apothekerlehre bei Dr. Winkler in Zwingenberg an der Bergstraße, 1834 Gehilfenprüfung
  • Apothekengehilfe unter anderem in Butzbach
  • 1836/37 Studium der Chemie und Pharmazie in Heidelberg und 1837/38 in Gießen, Schüler von Leopold Gmelin und Justus Liebig, Apotheker-Staatsprüfung Darmstadt 1838
  • umfangreiche Bildungsreisen in Deutschland, England, Schottland, Frankreich, Holland, Belgien, Schweizer, Oberitalien und Österreich
  • Gründer einer Farbfabrik im väterlichen Haus Darmstadt, Grafenstraße 39
  • erfindet eine Herstellungsmethode für Ultramarin, gründet zusammen mit Dr. Hermann Wilckens ein Fabrikunternehmen, das 1845 nach Pfungstadt verlegt wird
  • 1848 Alleininhaber der Blaufarbenfabrik („Blofawrik“) (Betrieb 1890 stillgelegt)
  • 27.12.1849-1850, 11.11.1862-1866 und 1872-1881 Mitglied der Zweiten Kammer des Landtags des Großherzogtums Hessen, 1849-1850 für den Wahlbezirk Starkenburg 3 Zwingenberg (Dem), 1862-1866 für den Wahlbezirk Starkenburg 10 Wald-Michelbach (Hessische Fortschrittspartei), ab 1872 für den Wahlbezirk Starkenburg 10 Gernsheim (1872-1877 nationalliberal, ab 1877 Fortschritt)
  • 1850 Abgeordneter im Hessischen Landtag, viermal wiedergewählt
  • 1868 erfolglose Kandidatur für das Zollparlament im Wahlkreis Großherzogtum Hessen 6: Bensheim, Erbach, Lindenfels, Neustadt (Deutsche Fortschrittspartei)
  • 8.4.1868 Verleihung des Ritterkreuzes II. Klasse des Ludewigsordens
  • 19.6.1874 Verleihung des Ritterkreuzes I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen
  • Januar 1877-Oktober 1884 Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Großherzogtum Hessen 4: Darmstadt, Groß-Gerau (Deutsche Fortschrittspartei)
  • trat 1884 wegen eines Gehörleidens von seinem öffentlichen Wirken zurück
  • stiftete 1870 eine Unterstützungskasse für seine Belegschaft

Funktion:

  • Hessen, Großherzogtum, 12. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (Dem), 1849-1850
  • Hessen, Großherzogtum, 13. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (Dem), 1850
  • Hessen, Großherzogtum, 17. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (F), 1862-1865
  • Hessen, Großherzogtum, 18. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (F), 1865-1866
  • Hessen, Großherzogtum, 21. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (NL), 1872-1875
  • Hessen, Großherzogtum, 22. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (NL), 1875-1878
  • Hessen, Großherzogtum, 23. Landtag, 2. Kammer, Mitglied (F), 1878-1881
  • Deutschland, Kaiserreich, Reichstag, Mitglied, 1877-1884

Netzwerk:

Lebensorte:

  • Darmstadt; Zwingenberg (Bergstraße); Butzbach; Heidelberg; Gießen
Familie

Vater:

Büchner, Karl Ernst*, 1786-1861, Doktor der Medizin, Arzt, Medizinalrat

Mutter:

Reuß, Caroline* Luise, 1791–1858, Heirat Crumstadt bei Hofheim-Goddelau 28.10.1812, Tochter des Johann Georg* Reuß, Hessischer Kammerrat in Pirmasens, Spitalschaffner und Regierungsrat in Hofheim-Goddelau (Philippshospital), und der Luisa Sophie Philippine Hermanni, aus Pirmasens

Partner:

  • Büchner, Elisabeth* Wilhelmine Frederika, (⚭ Gouda an der Yssel (Holland) 27.2.1845) * Gouda 26.11.1821, † Pfungstadt 16.5.1908, Tochter des Wilhelm Friedrich Büchner, Doktor der Medizin, Stadtarzt von Gouda, und der Elisabeth Polijn

Verwandte:

Nachweise

Quellen:

Literatur:

Bildquelle:

Hessische Abgeordnete 1820–1933, 2008, Nr. S. 201. – Original: StA Darmstadt

Zitierweise
„Büchner, Wilhelm Ludwig“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/117052914> (Stand: 2.8.2025)