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Kurfürstentum Hessen 1840-1861 – 41. Borken

Kalbsburg

Hof · 230 m über NN
Gemarkung Großenenglis, Gemeinde Borken (Hessen), Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Hof

Lagebezug:

4 km südlich von Fritzla

Lage und Verkehrslage:

1,6 km nördlich des Ortes; Flurname vor der Kalbsburg.

Östlich der alten Landstraße Frankfurt (Main) - Kassel.

Ersterwähnung:

1197

Siedlungsentwicklung:

Ehemalige landgräfliche Landwarte östlich der alten Landstraße Frankfurt (Main) - Kassel.

Historische Namensformen:

  • Bunebach, in (1197) [HStAM Bestand Urk. 18 Nr. 638; Druck: Wenck, Hessische Landesgeschichte 2,1 Urkundenbuch Nr. 90, S. 125-128, vgl. List, Spieskappel, S. 38-44]
  • Bonebach, in dem (1386)
  • Bunenbach, in dem (1452)
  • Hochen Engelisch (1501)
  • Hoen Engelis (1501)
  • Kalßpergk (1543)
  • Kalbspurg (1559)
  • Kalbßburgk (1565)
  • Kalspurg (um 1570)
  • Kalbesburg(k) (1575/85)
  • Kalbspurgk (1577)
  • Hohenengelsuss (1596)
  • Engelsues genant die Kalbsburg, Haus (1616)
  • Kalßburg (1650)

Bezeichnung der Siedlung:

  • 1386: Haus
  • 1431: Turm
  • 1432: Landwehr mit Turmhütern
  • 1448: Warte
  • 1501: Dorfschaft
  • 1575: Hof
  • 1616: Hof mit Gut
  • 1671: Gehölz
  • 1780: Hof
  • 1799: Gut
  • Im Amtlichen Verzeichnis der Gemeinden von Hessen aus dem Jahre 1962 als Siedlungsplatz genannt (Gut).
  • Wartturm

Älteste Gemarkungskarte:

1616

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3518861, 5662148
UTM: 32 U 518779 5660323
WGS84: 51.094096° N, 9.268172° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63400106004

Einwohnerstatistik:

  • Um 1570: 3 Hausgesesse.
  • 1575/85: 2 Personen.
  • 1724: 4 Personen.
Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • 1575/85 und später: Amt Borken; niederes und peinliches Gericht von Wildungen
  • 1807: Königreich Westphalen, Departement der Fulda, Distrikt Kassel, Kanton und Friedensgericht Wabern
  • 1814: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Amt Fritzlar
  • 1821: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Fritzlar
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fritzlar
  • 1932: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Fritzlar-Homberg
  • 1974: Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Schwalm-Eder-Kreis

Altkreis:

Fritzlar-Homberg

Gericht:

  • 1821: Justizamt Fritzlar
  • 1867: Amtsgericht Fritzlar
Besitz

Grundherrschaft und Grundbesitzer:

  • 1197: Papst Cölestin III. bestätigt dem Kloster Spieskappel Einkünfte zu Kalbsburg in Höhe von 9 Schilling.
  • 1320: Kloster Spieskappel erhält von Fritzlarer Lehngüter zu Kalbsburg.
  • 1386: Kloster Haina verkauft Zins von einem Haus in der Kalbsburg.
  • 1431: Hessen baut einen Wachtturm auf der Kalbsburg.
  • 1448: Landgraf Ludwig übergibt Warte auf der Kalbsburg an Philipp von Borken auf Lebenszeit, nach dessen Tod 1457 an Henne von Wehren.
  • 1494: Landgraf Wilhelm III. belehnt Philipp von Wildungen mit Turm auf der hessischen Landwehr 2 km nördlich Großenenglis.
  • 1565: Burkhard von Wildungen hat von Landgraf Philipp 100 Acker Gehölz um die Kalbsburg zu Lehen.
  • 1596: Burkhard von Wildungen verpfändet seinen Rittersitz Kalbsburg an seinen Schwager Melchior von Hanstein, dann an dessen Sohn Kaspar.
  • 1616: Kaspar von Hanstein tritt Kalbsburg an Landgraf Moritz ab.
  • 1626: Landgraf Moritz schenkt Kalbsburg seinem Sohn Friedrich.
  • 1644: Geheimrat von Pohlheim mit Kalbsburg belehnt,
  • 1657: dessen Vetter Wilhelm Pohlheim.
  • 1679: Jost Philipp Meisenbug hat Kalbsburg an Gerhard von Weitershausen verkauft.
  • 1683/84: Besitzer Georg Bernhard von Weitershausen;
  • 1685: Johann Georg von Schellert,
  • dann Familie Jungemann;
  • 1704: Elisabeth Victoria, Witwe des obersten Salzgreben Dr. Ungefug;
  • 1744: Kapitän Schleenstein;
  • 1747: Frau Dr. Kirchmeyer;
  • 1778-1885: Familie von Porbeck.
  • Verkauf an W. Metz zu Zennern.
  • 1908: Familie Mühlenbruch,
  • 1916-23: Adolf Schwenger,
  • 1923-30: Familie Rusche,
  • 1930-55: Familie Hoppstaedter,
  • 1956: an die Hessische Heimat.
Kirche und Religion

Pfarrzugehörigkeit:

1556 und später: eingepfarrt nach Großenenglis.

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Kalbsburg, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/4453> (Stand: 18.8.2023)