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KDR 100, TK25 1900 ff.

Fasanenhof

Hof
Gemarkung Cappel, Gemeinde Fritzlar, Schwalm-Eder-Kreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Hof

Lagebezug:

5,5 km östlich von Fritzlar

Lage und Verkehrslage:

1 km nordöstlich von Cappel am Sälzerweg am Südrand des Bonner Holzes gelegen

Weitere Namen:

  • Fasanenhaus

Siedlungsentwicklung:

Die Entstehungszeit des Fasanenhofes ist in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts anzusetzen, 1718 ist die Besoldung eines Fasanenwärters im Obersten Holz belegt.

Der Hof hatte zeitweise den Charakter einer Herberge für durchziehende Salzhändler aus Sooden an der Werra, denn am 1.7.1732 wurde dem "Forster von Obervorschütz, das Bierbrauen zur Consumtion vermöge gnädigsten Reskripts zugestanden". Der Obervorschützer Bürgermeister Jonas Griesel berichtete später in den Aufzeichnungen über sein Heimatdorf, dass im Oberstenholz ein Fasanenhof lag, ein Gutshof für die Sälzer, in dem sich Burschen und junge Mädchen aus den umliegenden Dörfern alle 14 Tage zum Tanzvergnügen trafen.

1790 erfolgte die Bepflanzung der Großen Heide, dem Gebiet der Fasanerie auf dem Oberstenholz, Amt Gudensberg (HStAM Bestand 5 Nr. 1437). In diesem Zusammenhang wurde die Fasanenzucht vermutlich eingestellt. 1794 wurde die Fasanerie im Oberholze niedergelegt, die dazugehörigen Gebäude und Plankenwände wurden den Einwohnern von Wabern überlassen, die durch das Auffliegen einiger preußischer Pulverwagen Schaden gelitten hatten.

Historische Namensformen:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3524780, 5666627
UTM: 32 U 524696 5664800
WGS84: 51.134131° N, 9.352968° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

63400501001

Verfassung

Altkreis:

Fritzlar-Homberg

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Fasanenhof, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/15570> (Stand: 3.3.2025)