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Hessische Biografie
Walhart, Hanns [ID = 24523]
- * ca. 1510 Wertheim am Main, † Januar 1579, katholisch
Rittmeister, Obrist, Kriegsunternehmer, Amtmann, Ritter - Andere Namen ↑
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Weitere Namen:
- Walhart zu Neustadt, Hanns
- Wirken ↑
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Werdegang:
- wird in einer Gerichtsakte von 1551 als „[...] Hans Walhardt von Wertheim bürtich“ genannt
- seit 1531 Rittmeister in kaiserlichen Diensten, später in Diensten der Krone Spaniens
- 1554-1564 Bfl. Würburgischer Amtmann in Rothenfels
- kauft Immobilien und Güter in Neustadt (bei Breuberg, ein frei-adeliges Gut), Mömlingen, Hausen, Rothenfels, Wenkheim und Steinbach, Altheim bei Dieburg, um Frankfurt am Main und Friedberg herum in Praunheim, Burgholzhausen, Rödelheim
- ließ ca. 1558, 1567 und 1570 von Jacques Jonghelinck in Antwerpen Medaillen schneiden, die sein Porträt zeigen
- kampiert zwischen dem 6. und 10.1.1579 auf der Reise in die Niederlande bei Frankfurt am Main und starb Ende Januar 1579 in den Niederlanden
- 10.2.1579 werden einige seiner Lehen neu vergeben
- Maastricht, 1.3.1546 Wappenbesserung und Adelsbestätigung, Lehenberechtigung durch Kaiser Karl V.
- Familie ↑
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Partner:
- Wittstadt gen. Hagenbuch (Witstat gen. Hagenbach), Maria, aus Oberwittstadt, OT von Ravenstein, † Rothenfels 5.9.1557, Epitaph in der Pfarrkirche in Rothenfels mit den zwei Wappen im Giebelbogen Walhart und Wittstadt und den vier Wappen auf dem Sockel: Witstat, Lindenfels, Ramstein, Stauffenbergk, sie verheiratet I. 1544 mit Hans Hund von Wenkheim zu Altenstein, † 1548, Heirat 1548
- Colmar, Esther von, Heirat 1559, Ehevertrag 27.4.1559, sie verheiratet I. Johann von Maschenheim
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Verwandte:
- Walhart, Maria Sabina <Tochter>, † Rothenfels 31.5.1557, sechs Jahre alt, Epitaph in der Pfarrkirche in Rothenfels mit den Wappen Walhart und Wittstadt
- Sparneck, Katharina von, geb. Walhart <Tochter>, verheiratet mit Hieronymus von Sparneck, † 1615, Fstl. Ansbachischer Oberamtmann in Windsbach
- Deffinger, Rufina, geb. Walhart <Tochter>, 1579 minderjährig, bis 1606 genannt, verheiratet mit Georg Deffinger zu Bollstatt
- Walhart, Margaretha <Tochter>, 1579 minderjährig, bis 1606 genannt
- Walhart, Melchior Philips <Sohn>, lernte 1573 bei den Reitern, 1574 genannt, verstarb bald
- Nachweise ↑
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Quellen:
- StAWertheim G Rep. 24, Nr. 374 (Güterverzeichnis des Hanns Walhart in Breuberg)
- StAWertheim Gemeinsames Archiv (StAWt-G) Rep. 102 Nr. 1268
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Literatur:
- Karl Friedrich von Frank, Standeserhebungen und Gnadenakte, Bd. 5 S-Z, 1974, S. 179
- Winfried Mogge, Ritter Hans Walhart zu Neustadt (um 1510 bis 1579): Gutsherr, Amtmann, Kriegsunternehmer, in: Der Odenwald 72. Jg., 2025, S. 3-25
- Winfried Mogge, Rätsel um Hans Walhart zu Neustadt gelöst: Der Ritter war ein Bürgersohn aus Wertheim, in: Der Odenwald 72. Jg., 2025, S. 78-79
- Wolfram Becher, Nochmals: Zur Gründungslegende von Neustadt, in: Der Odenwald 1958, S. 59f.
- Achilles August von Lersner, Der Weit-berühmten Freyen Reichs-, Wahl- und Handels-Stadt Franckfurt am Mayn Chronica, Bd. 1, 1706, S. 390
- Johann Adam Kopp, Kurtzer jedoch gründlicher Bericht von dem im Hanauischen Amt Rodheim gelegenen Flecken Holtzhausen, Bd. 2, Marburg 1741, S. 32
- Heinrich Eduard Scriba, Regesten der bis jetzt gedruckten Urkunden zur Landes- und Orts-Geschichte des Großherzogthums Hessen, Abt. 2, Darmstadt 1849, S. 231
- Zitierweise ↑
- „Walhart, Hanns“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/bio/id/24523> (Stand: 1.12.2025)
