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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
118543628
Gundolf, Friedrich Leopold [ID = 1228]
- * 20.6.1880 Darmstadt, † 12.7.1931 Heidelberg, jüdisch
Dr. phil. – Dichter, Literaturwissenschaftler, Professor - Andere Namen ↑
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Geburtsname:
Gundelfinger, Friedrich Leopold
- Wirken ↑
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Werdegang:
- Besuch des Ludwig-Georgs-Gymnasiums in Darmstadt
- ab Wintersemester 1899/1900 Studium an den Universitäten München, Heidelberg und Berlin
- 1903 Promotion bei Erich Schmidt an der Universität Berlin
- 1911 Habilitation mit einer Arbeit über „Shakespeare und der deutsche Geist“
- 1916 außerordentlicher Professor der Literaturgeschichte
- ab 1920 Ordinarius für deutsche Literatur an der Universität Heidelberg
- gehörte zum Kreis um Stefan George
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Werke:
- Titel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Shakespeare und der deutsche Geist, Habilschrift Heidelberg, 1911.
- Familie ↑
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Vater:
Gundelfinger, Sigmund, 1846–1910, Professor an der Technischen Hochschule Darmstadt
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Mutter:
Gunz, Amalie, * Augsburg 18.2.1857, † 31.10.1922, Tochter des Leopold Gunz, aus Fischbach, 1809–1876, Großhändler für Schnittwaren in Augsburg, und der Emilie Feist, 1823–1906, aus Großhändlerfamilie, aus Kriegshaber bei Augsburg
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Partner:
- Salomon, Elisabeth* Agnes, GND (⚭ 4.11.1926) * Hirschberg, im Riesengebirge, 11.11.1893, gestorben Oxford 13.2.1958, Tochter des Max Salomon, Doktor der Medizin, Sanitätsrat in Hirschberg
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Verwandte:
- Mallachow, Cordelia Ottilia <Tochter>, * 30.11.1917, adoptiert 3.3.1927
- Gundolf, Ernst <Bruder>, 1881–1945, Schriftsteller, Zeichner
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HStAM Bestand 901 Nr. 120 (Darmstadt, Geburtsnebenregister, 1880, Nr. 557)
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Literatur:
- Neue deutsche Biographie, Bd. 7, Berlin 1966, S. 319-321 (Viktor Schmitz)
- Ulrich Joost, Friedrich Gundolf (1880–1931). Literaturforscher, Dichter, Humanist, in: Battenberg/Engels/Lange (Hrsg.), Juden als Darmstädter Bürger, Neuausgabe, Wiesbaden 2019, S. 324-331
- Stadtlexikon Darmstadt, Stuttgart 2006, S. 334 (Ulrich Joost)
- Will Scheller, Heutige Dichtung in Hessen. Eine Sichtung, Melsungen 1925, S. 15 f.
- Reichshandbuch
- Doch das Zeugnis lebt fort. Bildband, hrsg. von Annedore Leber, Berlin u. a. 1965, S. 194
- Arnsberg, Geschichte 3, 1973, S. 39
- Israelitisches Familienblatt vom 18.5.1926
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Bildquelle:
Paul Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Band 3: Bilder – Dokumente, 1973, S. 39.
- Zitierweise ↑
- „Gundolf, Friedrich Leopold“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118543628> (Stand: 12.7.2025)
