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Hessische Biografie
Weitere Informationen
GND-Nummer
1194068804
Keller, Johann Georg [ID = 13980]
- * 29.1.1890 Röllshausen (heute Schrecksbach), † 7.7.1975 Schwalmstadt, evangelisch
Landwirt, Abgeordneter - Andere Namen ↑
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Weitere Namen:
- Keller, Johann George*
- Wirken ↑
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Werdegang:
- Besuch der Volksschule in Röllshausen, dann der landwirtschaftlichen Schule in Alsfeld bis zum Abbruch der Ausbildung wegen des Todes des Vaters
- Soldat, danach Übernahme des elterlichen Hofs in Röllshausen
- Teilnahme am Ersten Weltkrieg
- 1917 kriegsbeschädigt zurückgekehrt
- 1919-1920 Bürgermeister in Röllshausen
- Mitglied im Jungdeutschen Orden und der Landvolkpartei
- seit 1921 Führer einer Bauernbewegung in Kurhessen, die später geschlossen in die NSDAP überführt wurde, gegen die Republik
- 1925–1933 Mitglied des Kreistages Ziegenhain, Kreisausschussmitglied
- 1928-1932 Mitglied des Preußischen Landtages für den Wahlkreis 19: Hessen-Nassau (Christlich Soziale Bauernpartei, später NSDAP)
- 10.3.1932 Eintritt in die NSDAP
- 1933 Mitglied des Kurhessischen Kommunallandtags des preußischen Regierungsbezirks Kassel bzw. des Provinziallandtages der preußischen Provinz Hessen-Nassau für den Kreis Ziegenhain (NSDAP), dort 1933 Mitglied des Landesausschusses
- 7.4.1933 Niederlegung des Mandats, Nachfolger: Georg Kuhlgatz
- 1933 Mitglied des Preußischen Landtages (NSDAP, Landeswahlvorschlag)
- 1933-1934 Kreisleiter der NSDAP
- 1932-1938 Kreiswirtschaftsberater
- 1932-1937 Mitglied der SA, Obersturmbannführer, Mitglied der Standarte 145
- Mitglied des NSV, des NS-Reichskriegerbundes
- 1934-1937 1. Kreisdeputierter (stellvertretender Landrat) des Kreises Ziegenhain
- Gau- und Kreisredner
- nach 1945 bis zu seinem Tode Bewirtschaftung seines landwirtschaftlichen Betriebs in Röllshausen
- 24.5.1947 von der Spruchkammer Ziegenhain in Gruppe III der Minderbelasteten eingereiht
- 28.12.1948 durch Spruch der Berufungskammer in Gruppe II der Belasteten eingereiht
- 1950 erfolglose Kandidatur für den Hessischen Landtag im Wahlkreis 10: Ziegenhain (National-Demokratische Partei/Deutsche Reichspartei)
- 1951-1952 Landesvorsitzender der Deutschen Reichspartei (DRP) Hessens
- 1952-1964 und 1968–1972 erneut Mitglied des Kreistages Ziegenhain
- 1952–1960 Kreis- und Stellvertretender Landesvorsitzender der DP Hessens
- 1958 erfolglose Kandidatur für den Hessischen Landtag (Landesliste der Deutschen Partei, Platz 6)
- 1960-1962 Mitglied der FDP
- 1962 Mitbegründer einer DNVP
- 1964-1975 Kreisvorsitzender der NPD
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Funktion:
- Kassel, Regierungsbezirk, Kommunallandtag, Mitglied (NSDAP), 1933
- Hessen-Nassau, 22. Provinziallandtag, Mitglied (NSDAP), 1933
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Lebensorte:
- Röllshausen; Alsfeld
- Familie ↑
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Vater:
Keller, Sebastian, * Salmshausen 24.5.1864, Landbauer, Sohn des Johannes Keller, Landbauer, und der Anna Elisabeth Specht
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Mutter:
Zöller, Elisabeth, * Röllshausen 30.12.1866, Heirat Röllshausen 19.7.1888, Tochter des Johann George Zöller, Landbauer, und der Anna Elisabeth Finser
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Partner:
- Glintzer, Martha Elisabeth, * Zella (Kreis Ziegenhain) 27.8.1893, Heirat Röllshausen 19.9.1913, Ehe geschieden 29.4.1944, zweite Heirat am 8.3.1951, Tochter des Sebastian Glintzer, Landwirt, und der Elisabeth Schmitt
- Nachweise ↑
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Quellen:
- HStAM Bestand 920 Nr. 7305 (Röllshausen (bis 1886 siehe Schrecksbach), Geburtsnebenregister, 1890, Nr. 3)
- HStAM Bestand 920 Nr. 7316 (Röllshausen (bis 1886 siehe Schrecksbach), Heiratsnebenregister, 1888, Nr. 2)
- HStAM Bestand 920 Nr. 7341 (Röllshausen (bis 1886 siehe Schrecksbach), Heiratsnebenregister, 1913, Nr. 8)
- Beilage Nr. 11 zum Staatsanzeiger für das Land Hessen Nr. 45 vom 11.11.1950, S. 75
- Staatsanzeiger für das Land Hessen, 46/1958, 15.11.1958, S. 1370
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Literatur:
- Barbara von Hindenburg (Hrsg.), Biographisches Handbuch der Abgeordneten des Preußischen Landtags. Verfassungsgebende Preußische Landesversammlung und Preußischer Landtag 1919–1933, Frankfurt am Main 2017, S. 1163 f.
- Pelda, Die Abgeordneten des Preußischen Kommunallandtags in Kassel 1867–1933, Marburg 1999, S. 105 f.
- Lengemann, MdL Hessen 1808–1996. Biographischer Index, Marburg 1996, S. 209
- Zitierweise ↑
- „Keller, Johann Georg“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/1194068804> (Stand: 29.1.2026)
