Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
Bitte beachten Sie: LAGIS hat eine neue Adresse: lagis.hessen.de. Für eine Übergangszeit stehen Ihnen ausgewählte Module über die bekannte Oberfläche zur Verfügung. Alle anderen sind über die neue Version des Informationssystems zugänglich. Bestehende Permalinks behalten ihre Gültigkeit und leiten bereits jetzt oder nach Abschluss aller Migrationsarbeiten automatisch auf das neue System um.

Hessische Biografie

Neue Suche
 
Portrait

Franz Maximilian Groedel
(1881–1951)

Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Anzeigemodus umschalten Symbol: Druckansicht

GND-Nummer

131530712

Groedel, Franz Maximilian [ID = 8603]

* 23.5.1881 Bad Nauheim, † 12.10.1951 New York City, Begräbnisort: Bad Nauheim, jüdisch; evangelisch
Prof. Dr. med.; Dr. rer. nat. h.c. – Mediziner, Kardiologe
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch der Volksschule in Bad Nauheim und der Augustinerschule in Friedberg
  • Herbst 1899 Abitur am Ludwig-Georgs-Gymnasium in Darmstadt
  • Studium der Medizin an den Universitäten München (bei dem Röntgenologen Hermann Rieder (1858-1932)), Gießen und Leipzig
  • 1904 Promotion zum Doktor der Medizin an der Universität Leipzig (über Kreislaufprobleme)
  • 1904 Arzt (Herzspezialist) in Nauheim
  • 1904/05 Volontär an der medizinischen Klinik in Genf (Prof. Bard)
  • 1905-1907 Volontär am Universitäts-Röntgeninstitut in München (Prof. Rieder)
  • 1909-1933 Leiter der Röntgenabteilung des Hospitals zum Heiligen Geist in Frankfurt am Main
  • 1919 Habilitation für Röntgenologie an der Universität Frankfurt am Main, Privatdozent
  • 1920 Ehrenbürger der Stadt Nauheim
  • 1921 Übernahme des Sanatoriums des Vaters
  • 1926 außerordentlicher Professor für Röntgenologie und Physikalische Therapie an der Universität Frankfurt am Main
  • Berater im Komitee Bad Saratoga Springs
  • 17.10.1931 Gründungsdirektor des William-Groedel-Kerckhoff-Herzforschungsinstituts in Bad Nauheim
  • nach 1933 Entzug der Venia legendi und Vertreibung in die Emigration, insbesondere durch Denunziation durch den Balneologen Professor Dr. Arthur Weber
  • Dozent an der Fordham-University
  • Gründer und Präsident „College of Cardiology“
  • Mitglied Rudolf-Virchow-Society
  • 1944 Vorsitzender Rudolf-Virchow-Society
  • nach 1945 bis zu seinem Tod Mitglied des Lehrkörpers der Universität Frankfurt am Main, lehnte eine Rückkehr nach Deutschland ab
  • 1951 Doktor der Naturwissenschaften h.c. Frankfurt am Main

Werke:

  • Über Pneumokokken-Endocarditis (Diss. med. 1904)

Lebensorte:

  • Bad Nauheim; Friedberg; Darmstadt
Familie

Vater:

Groedel, Isidor Maximilian, 1850–1921, Geheimer Medizinalrat, Leiter eines Sanatoriums in Bad Nauheim

Mutter:

Klopfer, Rosa, 1858–1950

Partner:

  • Kaufmann, Elisabeth (Else*), (⚭ Frankfurt am Main 12.3.1913) * Stuttgart 16.10.1880, Tochter des Max Kaufmann, Kaufmann, und der Maria Sommer

Verwandte:

  • Groedel, Theo <Bruder>, GND, geboren 1878, gefallen an der Westfront 28.1.1915, Dr. med., Elektrokardiograf, Mitarbeiter seines Bruders an der direkten Röntgenkinematographie
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Zitierweise
„Groedel, Franz Maximilian“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/131530712> (Stand: 23.5.2026)