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Hessische Biografie
Weitere Informationen
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- Grabdenkmal im LAGIS-Modul Grabdenkmäler in Hessen
- Schmidt, Andreas: s. v. „Hersfeld, Abt Ludwig (V.) Landau 1588“, in: Grabdenkmäler in Hessen, Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
- Ders.: s. v. „Hersfeld, Sohn des Daniel Landau 1592“, in: Grabdenkmäler in Hessen, Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen
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GND-Nummer
136244297
Landau, Ludwig V. [ID = 4403]
- * 1535/1536 Hünfeld, † 6.9.1588 Hersfeld heute Bad Hersfeld, Begräbnisort: Hersfeld Stiftskirche, katholisch
Mönch, Kapitular, Abt - Andere Namen ↑
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Weitere Namen:
- Ludovicus
- Ludwig V., Hersfeld, Abt
- Landau, Ludwig
- Hersfeld, Abt Ludwig V. Landau
- Wirken ↑
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Werdegang:
- 1535/36 Geburt als katholischer Großbürgersohn in der fuldischen Stadt Hünfeld
- um 1540 wohl Kindheit weiterhin in seiner Geburtsstadt
- um 1545/60 Erwerb einer höheren Bildung und Erziehung zum überzeugten Katholiken
- um 1560 Eintritt in die nördlich benachbarte Reichsabtei Hersfeld
- 4.5.1571 Plötzlicher Tod des Hersfelder Abtes Michael Landgraf, worauf Landau mit erst 35/36 Jahren als Ludwig V. seine Nachfolge antritt
- 1571 prunkvolle Abtsweihe durch einen Vikar des Bischofs von Hildesheim in der Stadtkirche
- 4.10.1574: Abt Ludwig V. stiftet ein katholisch ausgerichtetes „Landauisches Stipendium“ von 1.200 Gulden an der Universität Ingolstadt für Angehörige seiner Familie
- 1576 Ludwig V. tätigt eine Armenstiftung für seine Vaterstadt Hünfeld, die in einem Legat von 540 Gulden bestand und das dortige Sondersiechenhaus auf sichere Füße stellte
- 1584 Abt Ludwig V. gibt Philipp Wilhelm von Cornberg die hersfeldische Hälfte als Lehen, wofür der Abt von Landgraf Wilhelm IV. 2.500 Gulden als Abfindung erhält
- 4.10.1585 Ludwig V. gewährte ohne Schädigung der Abtei dem Seminar des Jesuiten-Kollegiums zu Fulda 1.000 Goldgulden
- um 1586 Ludwig V. geht an einen Auf- und Ausbau des Stiftsbezirks, bei dem er die Hersfelder Abtsresidenz in der Burggasse erneuerte sowie das Dormitoriengebäude im Stift mit einem Obergeschoss und einem Treppenturm (dort Jahreszahl 1586) versah
- 1571-1588 zudem wandelte er die Wasserburg Eichhof südlich von Hersfeld von einer Trutzburg in ein Renaissanceschloss um. Für das verschönerte Schloss ließ er eine rund 60-teilige, aber meist verlorene Porträtreihe der bisherigen Hersfelder Äbte anfertigen
- 1587 Abt Ludwig V. schuf aus den Zinsen des Gründungskapitals des Hersfelder Gymnasiums eine Stiftung von jährlich 60 Gulden für ein Mitglied der Familie des Vorgängerabtes Michael Landgraf zum Universitätsstudium
- 14.2.1588 angesichts der zunehmenden Kränklichkeit von Ludwig V. bestätigten Abt und Kapitel urkundlich die Wahl des Dechanten Kraft Weiffenbach (Crato II.) zum Koadjutor und künftigen Nachfolger
- 6.9.1588 am Morgen starb der seit 1580 kränkliche Ludwig V. Landau im Alter von nur 52 Jahren wohl in Hersfeld selbst
-
Funktion:
- Hersfeld, Stiftskapitel, Kapitular, 1571-1588
- Hersfeld, Abt, 1571-1588
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Lebensorte:
- Hünfeld; Hersfeld; Niederaula
- Familie ↑
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Mutter:
Laun, Katharina, Bürgertochter aus Schlitz
-
Verwandte:
- Vogel, Agnes, geb. Landau <Schwester>, ein Sohn
- Landau, Daniel <Bruder>, ein Sohn
- Vogel, Johann <Neffe>
- Landau, N.N. <Neffe>, † 13.1.1592
- Landau, Friedrich <Vetter>, Doktor beider Rechte, Ingolstädter Professor und Fürstlich Fuldischer Hofrat
- Nachweise ↑
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Literatur:
- Traugott Classen, Niederaula. Von der karolingischen Schenkung zur Großgemeinde, Untersuchende Darstellung zur 1200-Jahrfeier, Niederaula 1979, S. 95-97
- Hörle, Joseph: Alt-Hersfelder Inschriften vor 1606, in: Die Stiftsruine, Band 30, Hersfeld 1940, S. 116-120, hier S. 119
- Ders.: Die Grabsteine im Stift aus dem 16. Jahrhundert und darüber. Alt-Hersfelder Inschriften 7. Folge, in: Die Stiftsruine, Band 31, Hersfeld 1941, Nr. 6, S. 41-44, hier S. 42 f.
- Horrick, Johannes van: Eine Medaille Ludwigs V.; Informationstafel und Abbildungen zu einer Neuerwerbung des städtischen Museums Bad Hersfeld. Bad Hersfeld 2004
- Jäger, Berthold: Hünfeld 782-2007. Stationen der kirchlichen Geschichte, in: Archiv für mittelrhei nische Kirchengeschichte, 61. Jahrgang 2009, S. 61-99, hier S. 73 f. u. 82
- May, Fritz: Entschwundene Kostbarkeiten. Hersfelder Altertümer in der Fremde. In: Bad Hersfelder Jahresheft, Band 9. Bad Hersfeld 1963. S. 12-22 (Portrait und Erläuterungen S. 22)
- Fritz May, Sprache der Wappen. Hersfelder Klosterheraldik im 16. und 17. Jahrhundert, in: Bad Hersfelder Jahresheft 19 (1973), S. 25-41, hier nur Siegelbild S. 37
- Neuhaus, Wilhelm: Abt Krafft Weiffenbachs Abdankung. In: Mein Heimatland. Zeitschrift für Geschichte, Volks- und Heimatkunde, Monatliche Beilage zur Hersfelder Zeitung, Hersfeld Band 10 (1931/32), S. 57 f.; Gekürzt und korrigiert in: Wilhelm Neuhaus, Geschichten von Hersfeld. Gesammelte Aufsätze aus „Mein Heimatland“, Ausgewählt, bearbeitet und mit Anmerkungen versehen von Michael Fleck. Hersfelder Geschichtsblätter, hrsg. vom Hersfelder Geschichtsverein e.V. Band 3/2007, Bad Hersfeld 2007, S. 49-51 [+ 188]
- Neuhaus, Wilhelm: Beiträge zur Geschichte der drei letzten Äbte von Hersfeld. In: Mein Heimatland. [wie oben], Band 10 (1931/32), S. 20 f., 30 f., 37 f. u. 43 f.; Gekürzt und korrigiert in: Ders., Geschichten von Hersfeld. [wie oben], S. 42-48 [+ 188]
- Ziegler, Mit Mitra und Krummstab. Die Äbte des Reichsklosters (der Reichsabtei) Hersfeld, in: Bad Hersfelder Jahresheft 16 (1970), S. 6-22, hier S. 21
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Bildquelle:
May, Fremde S. 22, Sp. A-B. - Abt Ludwig V. von Landau, nach 1571.
- Zitierweise ↑
- „Landau, Ludwig V.“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/136244297> (Stand: 10.2.2025)
