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Herzogtum Nassau 1819 – 28. Merzhausen

Gemünden

Ortsteil · 258 m über NN
Gemeinde Weilrod, Hochtaunuskreis 
Siedlung | Statistik | Verfassung | Besitz | Kirche und Religion | Kultur | Wirtschaft | Nachweise | Zitierweise
Siedlung

Ortstyp:

Dorf

Lagebezug:

21 km südöstlich von Bad Homburg.

Lage und Verkehrslage:

Gemünden liegt 5 km nördlich von Altweilnau.

Ersterwähnung:

1402

Siedlungsentwicklung:

Das Dorf gliederte sich seit seiner Gründung in zwei Teile, die durch den Laubach getrennt wurden. Beide Teile gehörten bis 1669, als beide Teile unter der Herrschaft des Hauses Nassau-Usingen vereint wurden, zu verschieden Gerichten und Pfarreien.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Gemünden fast vollständig entvölkert und nur langsam wieder besiedelt.

Historische Namensformen:

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung:

Koordinaten:

Gauß-Krüger: 3457760, 5580508
UTM: 32 U 457702 5578716
WGS84: 50.35899627° N, 8.405359181° O OpenLayers

Statistik

Ortskennziffer:

434013050

Flächennutzungsstatistik:

  • 1885 (Hektar): 555, davon 194 Acker (= 34.95 %), 43 Wiesen (= 7.75 %), 278 Holzungen (= 50.09 %)
  • 1961 (Hektar): 555, davon 284 Wald (= 51.17 %)

Einwohnerstatistik:

  • 1885: 245, davon 245 evangelisch (= 100.00 %), 0 katholisch
  • 1961: 414, davon 354 evangelisch (= 85.51 %), 48 katholisch (= 11.59 %)
  • 1970: 438

Diagramme:

Gemünden: Einwohnerzahlen 1834-1967

Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: 1. Die Bevölkerung der Gemeinden 1834-1967.
Wiesbaden : Hessisches Statistisches Landesamt, 1968.

Verfassung

Verwaltungsbezirk:

  • Seit 1402 gehört der Teil südlich des Laubachs zur Laukener Waldmark.
  • Seit 1402 gehört der Teil nördlich des Laubachs zur Hundstadter Mark.
  • 1787: Fürstentum Nassau-Usingen, Oberamt oder Grafschaft Usingen
  • 1816: Herzogtum Nassau, Amt Usingen
  • 1849: Herzogtum Nassau, Verwaltungsbezirk VII (Kreisamt Idstein)
  • 1854: Herzogtum Nassau, Amt Usingen
  • 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Obertaunuskreis
  • 1886: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Usingen
  • 1932: Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Oberlahnkreis
  • 1933: Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Usingen
  • 1945: Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Usingen
  • 1946: Land Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Kreis Usingen
  • 1968: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Usingen
  • 1972: Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Hochtaunuskreis

Altkreis:

Usingen

Gericht:

  • Seit 1402 gehört der Teil südlich des Laubachs zum Gericht Merzhausen.
  • Seit 1402 gehört der Teil nördlich des Laubachs zum Gericht Grävenwiesbach.
  • In der Reformationszeit kommt der nördliche Teil an das Gericht Neuweilnau.
  • Seit 1700 dem Gericht Stockheim zugehörig.
  • 1816: Amt Usingen
  • 1849: Justizamt Usingen
  • 1854: Justiz- und Verwaltungsamt Usingen
  • 1867: Amtsgericht Usingen

Herrschaft:

1402 belehnt König Ruprecht Gerhard und Friedrich Stockheim mit Burg und Dorf Stockheim sowie mehreren Orten, darunter auch Gemünden.

Seit 1669 zu Nassau-Usingen

Gemeindeentwicklung:

Am 31.12.1971 erfolgte im Zuge der hessischen Gebietsreform der Zusammenschluss von Cratzenbach, Gemünden, Rod a.d.Weil und Winden zur neu gebildeten Gemeinde Rod a.d. Weil. Diese ging am 31.7.1972 in der neuen Gemeinde Weilrod auf, wobei die Einzelgemeinden als Ortsteile benannt wurden.

Kirche und Religion

Ortskirchen:

  • 1580: Kapelle.
  • 1839/40: Kirche

Pfarrzugehörigkeit:

Der Süden gehört ab 1402 zur Kirche in Merzhausen.

Der Norden gehört ab 1402 zur Kirche in Grävenwiesbach und während der Reformation zur Kirche in Rod an der Weil eingepfarrt.

Bekenntniswechsel:

Einführung der Reformation vermutlich um 1527.

Kirchliche Mittelbehörden:

Zum Mainzer Archidiakonat Mariagreden, Dekanat Friedberg gehörig.

Kultur

Schulen:

1604: Schulmeister erwähnt.

1839/40-1971: Dorfschule.

Wirtschaft

Mühlen:

1699: Lochmühle

Nachweise

Literatur:

Zitierweise
„Gemünden, Hochtaunuskreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/11377> (Stand: 16.10.2018)
 
Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde