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Hessische Biografie

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Portrait

Michael Cahn
(1849–1920)

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Cahn, Michael [ID = 1008]

* 10.8.1849 Rüdesheim am Rhein, † 4.1.1920 Fulda, jüdisch
Dr. phil. – Rabbiner
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch der Elementarschule in Rüdesheim und der höheren jüdischen Bürgerschule in Mainz
  • Studium am Rabbiner-Seminar zu Berlin und an der Universität Straßburg
  • 1875 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Straßburg
  • 1876 Rabbinerdiplom in Berlin
  • 1876-1877 Rabbiner und Religionslehrer in Samter (Szamotuły), Provinz Posen
  • 1877-1919 Rabbiner der jüdischen Gemeinde in Fulda und Fuldaer Provinzialrabbiner
  • 1889 Gründer und Leiter des "Lernvereins" in Fulda
  • Mitbegründer des "Verbands orthodoxer Rabbiner Deutschlands", religiös streng orthodox, politisch patriotisch, national und kaisertreu eingestellt

Funktion:

  • Fulda, Provinzialrabbiner, 1877-1919

Mitgliedschaften:

  • Deutscher Reichsverband jüdischer Religionslehrer
  • Zentralausschuss "Deutsch-Israelitisches Lehrerheim"
  • Verband orthodoxer Rabbiner Deutschlands
  • Freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums
  • "Agudas Jisroel"
  • "Vereinigung jüdischer Akademiker" in Marburg

Werke:

Lebensorte:

  • Rüdesheim am Rhein; Berlin; Straßburg; Samter; Fulda
Familie

Vater:

Cahn, Herz Naftali, gestorben Mainz 10.10.1880, Lehrer

Mutter:

Pickard, Regine, geboren 20.10.1811, gestorben Mainz 19.8.1895

Partner:

  • Stern, Jettchen, geboren 1856, Heirat 1878, gestorben Fulda 13.6.1917, Tochter des Hamburger Oberrabbiners Anschel Stern (1820–1888), GND, Enkelin des Dr. Nathan Adler (1803-1890, Chief Rabbi des British Empire mit Sitz in London), GND

Verwandte:

  • Cahn, Mirjam <Tochter>, geboren Fulda 2.5.1879, verheiratete Bing, gestorben 1941
  • Cahn, Meier <Sohn>, geboren Fulda 25.7.1880, gestorben 1922
  • Cahn, Naphtali <Sohn>, geboren Fulda 24.9.1881, Deportation aus der Landesheilanstalt Marburg an der Lahn (Kappeler Str. 84) nach Gießen 25.9.1940, Deportation von Gießen nach Brandenburg a. d. Havel 1.10.1940, ermordet durch Vergasung mit Kohlenmonoxid in der T4-Tötungsanstalt Brandenburg a. d. Havel 1.10.1940 (Opfer der NS-„Euthanasie“)
  • Cahn, Gotthelf <Sohn>, geboren Fulda 17.1.1884
  • Cahn, Pescilla <Tochter>, geboren Fulda 12.2.1885, verheiratete Halberstadt, gestorben 1949
  • Cahn, Rahel <Tochter>, geboren Fulda 27.5.1886
  • Cahn, Anselm <Sohn>, geboren 26.4.1888, gestorben 1947
  • Cahn, Leo <Sohn>, geboren Fulda 5.8.1889, gestorben Bnei Brak (Israel) 3.2.1958, Rabbiner
  • Cahn, Rebekka <Tochter>, geboren Fulda 16.9.1890, verheiratete Lorsch
  • Cahn, Nathan <Sohn>, geboren Fulda 4.7.1892, gestorben Darmstadt 26.8.1924, Rabbiner
  • Cahn, Rößchen <Tochter>, geboren Fulda 17.12.1893, Heirat Fulda 23.4.1923 mit dem Kaufmann Willy Haarburger (geboren Berlin 4.2.1888), Emigration in die Niederlande 21.2.1939, Deportation ab Westerbork 1.6.1943, gestorben Vernichtungslager Sobibór 4.6.1943
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Bildquelle:

Paul Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen, Band 3, Bilder – Dokumente, 1973, S. 66.

Zitierweise
„Cahn, Michael“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/116401400> (Stand: 2.9.2026)