Hessische Biografie
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GND-Nummer
119465795
Schönemann, Susanna Elisabeth [ID = 5384]
- * 1722, † 10.11.1782 Straßburg im Haus der Familie von Türckheim, evangelisch-reformiert
- Biografischer Text
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Susanna Elisabeth war die einzige überlebende Tochter ihrer Eltern. Sie setzte 1763–1772 mit Heyder, dem Kompagnon ihres Mannes, das Bankgeschäft ihres Mannes fort und machte Bankrott, da sie als Witwe auf großem Fuß lebte: sie ließ das Haus zum Liebeneck für 40.000 fl. neu erbauen, verkaufte die Isenburger Mühle mit Wiesen und Feldern 1766 für 6.300 fl. an Johann Konrad und Johann Matthias Bansa, erwarb einen Weingarten vor dem Bockenheimer Tor (verkauft 1781 für 3.150 fl. an den Schöffen Fleischbein von Kleeberg). 1772 starb Heyder und seine Witwe, geb. Mühl, hob die Handelsgemeinschaft mit Schönemann auf. Mit dem bisherigen Angestellten, Christoph Wegelin, Pfarrerssohn aus St. Gallen, errichtete Susanna Elisabeth Schönemann die Firma „Schönemann & Wegelin“, in das der Sohn Johann Noë dann eintrat. 1779 war sie einzige Testamentserbin des Johann Noë de Neufville, Halbbruder ihres Mannes: sie erbte ca. 12.000 fl. Am 17.7.1775, noch zu der Zeit des bestehenden Verlöbnisses von Lili mit Goethe, setzte sie ein Testament auf, das daraufhin deutet, daß sie über die Zusammenarbeit mit Wegelin unzufrieden war und ihre Vermögensverhältnisse als besorgniserregend erkannte.
Lupold von Lehsten
