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Hessische Biografie

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Naumann, Friedrich [ID = 6306]

* 25.3.1860 Störmthal bei Leipzig, † 24.8.1919 Lübeck-Travemünde, evangelisch-lutherisch
Theologe, Politiker, Sozialpolitiker, Pfarrer
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Wirken

Werdegang:

  • Besuch des Nikolai-Gymnasiums in Leipzig und der Fürstenschule in Meißen
  • Theologie- und Philosophiestudium an den Universitäten Leipzig und Erlangen
  • 1881 Mitbegründer des national gesinnten Kyffhäuserverbands der Vereine Deutscher Studenten
  • 1883-1885 Oberlehrer am „Rauhen Hause“ in Hamburg
  • 1885 zweites theologisches Examen
  • Geistlicher an verschiedenen Gemeinden in Sachsen
  • 1890-1897 Vereinsgeistlicher am „Evangelischen Verein für innere Mission“ in Frankfurt am Main
  • 1891 Gründung des Evangelischen Arbeitervereins
  • ab 1894 Herausgeber der Wochenzeitschrift „Die Hilfe“, plädierte für eine grundlegende Erneuerung des Protestantismus, Wortführer einer liberal gesinnten christlich-sozialen Richtung als Gegenbewegung zum politischen Konservatismus Adolf Stoeckers
  • 1897 Niederlegung des Pfarramtes
  • 1898 erfolglose Kandidatur für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Wiesbaden 1: Hochheim, Höchst, Homburg, Idstein, Königstein, Usingen (Nationalsoziale Partei)
  • 1898 erfolglose Kandidatur für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Wiesbaden 6: Kreis Frankfurt-Stadt (Nationalsoziale Partei)
  • 1903 theologische Ehrendoktorwürde der Universität Heidelberg
  • 1903 erfolglose Kandidatur für den Deutschen Reichstag im Wahlkreis Kassel 2: Kassel-Stadt, Kassel-Land, Melsungen (Nationalsoziale Partei)
  • Januar 1907-Januar 1912 Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Württemberg 3: Heilbronn, Besigheim
  • 19.6.1913-November 1918 Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Waldeck
  • 1918 Mitbegründer der Deutschen Demokratischen Partei (DDP)
  • Vorsitzender der DDP
  • Januar 1919-24.8.1919 Mitglied der Deutschen Nationalversammlung (DDP)
  • 1919 kurzzeitig Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt

Funktion:

  • Deutschland, Reichstag, Mitglied, 1907-1912
  • Deutschland, Reichstag, Mitglied, 1913-1918

Lebensorte:

  • Leipzig; Meißen; Erlangen; Hamburg
Familie

Vater:

Naumann, Friedrich Hugo, 1826–1890, Pfarrer, Sohn des August Friedrich Naumann, 1794–1878, Arzt in Döbeln, und der Christiana Elenora Dölitzsch, 1798–1879

Mutter:

Ahlfeld, Agathe Marie, 1838–1906, Tochter des Friedrich Ahlfeld, 1810–1884, D.Theol., Pfarrer, Geheimer Kirchenrat in Leipzig, und der Rosalia De Marées, 1812–1887

Partner:

  • Zimmermann, Maria Magdalena, (Blasewitz 1889), 1859–1938, Tochter des Cuno Moritz Zimmermann, 1815–1898, Pfarrer in Döbeln, seit 1863 in Seifersdorf bei Rabenau, und der Henrietta Maria Luise Pflugradt, 1825–1908

Verwandte:

  • Rade, Dora, geb. Naumann <Schwester>, 1868–1945, verheiratet in Callnberg (Sachsen) 1889 mit Martin Rade, Pfarrer, Professor der Theologie in Marburg, Abgeordneter, Politiker
Nachweise

Literatur:

Bildquelle:

Wikimedia Commons (beschnitten)

Zitierweise
„Naumann, Friedrich“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/118738178> (Stand: 25.3.2026)