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Hessische Biografie

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Portrait

Heinrich Im Hofe
(um 1410–1481)

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Weitere Informationen

GND-Nummer

139572136X

Im Hofe, Heinrich [ID = 20937]

* um 1410 Marburg, † 1481 Marburg, katholisch
Magister, Rat, Schöffe
Andere Namen | Wirken | Familie | Nachweise | Leben | Zitierweise
Andere Namen

Weitere Namen:

  • Im Hofe gen. Rode, Heinrich
  • Imhof, Heinrich

Pseudonym(e):

Heinrich im Hobe gen. Rode; Heinricus in curia

Wirken

Werdegang:

  • einziger Sohn einer wohlhabenden Marburger Patrizierfamilie mit großem Besitz zwischen Kalbstor und Barfüßertor
  • Besuch der Marburger Stadtschule
  • 1425 Studium an der Universität Leipzig; Erwerb des Magister artium liberalium
  • 1447 Mitglied im Marburger Schöffenkolleg
  • Beteiligung als Vertreter der Stadt Marburg in Lösungen von Streitigkeiten zwischen Familienmitgliedern der hessischen Landgrafen
  • 1470 Teilnehmer an der Schlichtungskonferenz in Korbach im Konflikt zwischen dem Bischof von Paderborn und dem hessischen Landgrafen als Vertreter der Stadt Marburg
  • 1476 Stiftung des Kugelklosters (Brüder vom gemeinsamen Leben) in Marburg; Übertragung seines gesamten Besitzes an die Gemeinschaft, insgesamt 200 Urkunden über Eigentumsansprüche in Marburg und Umgebung; Genehmigung der Klostergründung durch den hessischen Landgrafen Heinrich; Ziel der Stiftung: Förderung der Erziehung und schulischen Bildung der Jugend; Förderung von Kunst Kultur und Wissenschaft durch die Kugelherren
  • Zweigeteiltes Familienwappen: im oberen Abschnitt Darstellung eines Löwen, im unteren Bereich fließendes Wasser; Kennzeichnung des neuen Klosters als „Löwenhaus“, Name der Niederlassung „Fraterhaus zum Löwenbach“
  • Grabstelle vermutlich unter dem Altarraum in der Kugelkirche Marburg

Lebensorte:

  • Marburg
Familie

Vater:

Imhof gen. Rode, Peter, Schöffe und Bürgermeister in Marburg

Mutter:

Schütz, Else

Partner:

  • N.N., Katharina, † 1447
  • Treisbach, Elisabeth von, (⚭ 1450) † nach 1497
Nachweise

Quellen:

Literatur:

Leben

Biogramm bei Demandt, Personenstaat

Etwa 1410 als Sohn des Marburger Schöffen und nachmaligen Bürgermeisters Peter Imhof gen. Rode und seiner Frau Else in Marburg geboren1, besucht die dortige Pfarrschule und studiert seit 1425 zu Leipzig, wird Bakkalaureus des geistlichen Rechts und Magister der freien Künste2, erhält wohl auch die niederen Weihen, ist aber seit 1440 im Marburger Rat und seit spätestens 1447 im Marburger Schöffenkolleg bis zu seinem Tode (1480/81). Rat Landgraf Heinrichs III. 14693, 1472 Januar 254 und 1478 August 255, nachdem er schon 1468 von Philipp von Bicken zu dessen Rat bestellt worden war. Heinrich stiftet mit seiner zweiten Frau Elisabeth von Treisbach (gest. nach 1497) die Niederlassung der Brüder zum gemeinsamen Leben in ihrem Wohnhaus, dem später sogenannten Kugelhaus, dessen Befreiung von allen bürgerlichen Lasten er 1469 erreicht hatte. 1476 März 15 genehmigt Landgraf Heinrich die Errichtung des Bruderhauses. – Imhof war in 1. Ehe mit einer bereits 1447 verstorbenen Frau Katharina verheiratet6.


  1. Vgl. dazu Albrecht Eckhardt, Besitz u. Einkünfte der Kugelherren in Marburg. (HJL 17, 1967).
  2. 1446 Januar 4 heißt er: der ersame kunstriche meister Heinrich Imhof gen. Rode (Eckhardt, Oberhessische Klöster II Nr. 267).
  3. Siehe Anm. 1.
  4. Rechn. I, Gießen (51/6 Bl. 15v.).
  5. StA Wiesbaden, Abt. 340.
  6. Siehe Anm. 1.
Zitierweise
„Im Hofe, Heinrich“, in: Hessische Biografie <https://www.lagis-hessen.de/pnd/139572136X> (Stand: 12.6.2026)